Wie läuft die Diagnose bei Zwischenblutungen ab?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Bei Zwischenblutungen stellt die Diagnose normalerweise der Frauenarzt (Gynäkologe).

 

Alter und bekannte Erkrankungen sind für die Diagnose relevant

In einem ausführlichen Gespräch stellt der Arzt dabei unter anderem folgende Fragen:

  • Seit wann haben Sie Zwischenblutungen?
  • Treten die Zwischenblutungen in jedem Zyklus auf?
  • In welcher Zyklusphase kommt es zu Zwischenblutungen?
  • Wie lange dauern diese an?
  • Handelt es sich bei den Zwischenblutungen eher um schwache Schmierblutungen oder um starke vaginale Blutungen?
  • Sind die Zwischenblutungen von Schmerzen begleitet?
  • Nehmen Sie Medikamente ein, z. B. die Pille?
  • Tragen Sie eine Spirale?
  • Tritt die Zwischenblutung nach dem Geschlechtsverkehr auf?
Zwischenblutungen vom Gynäkologen untersuchen lassen
Bei Zwischenblutungen ist ein ausführliches Gespräch mit dem Gynäkologen besonders wichtig© Fotolia

Auch das Alter einer Frau, sowie Informationen über eventuell bekannte Erkrankungen (auch solche ohne gynäkologischen Ursprung) sind für die Diagnose von Zwischenblutungen von Bedeutung.

 

Mithilfe eines Scheidenspiegels Zwischenblutungen untersuchen

An das Arztgespräch schließt sich eine gynäkologische Untersuchung an. Dabei betrachtet der Arzt Scheide und Muttermund mithilfe eines Scheidenspiegels (Spekulum). Zusätzlich tastet er Gebärmutter und Eierstöcke über die Vagina und die Bauchdecke ab. Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke lassen sich durch eine Ultraschalluntersuchung gut beurteilen. So kann der Frauenarzt zum Beispiel Veränderungen wie Myome, Eierstockszysten oder eine Eileiterschwangerschaft im Ultraschall darstellen. Besteht der Verdacht auf eine Endometriose, ist in vielen Fällen auch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) zur Diagnose erforderlich. Gegebenenfalls ist bei Zwischenblutungen zur Diagnose der zugrunde liegenden Ursache sinnvoll, eine Blutuntersuchung durchzuführen. Bestimmte Blutwerte (z. B. CRP, Leukozytenzahl) liefern wichtige Hinweise auf eine Entzündung; auch Veränderungen des Hormonspiegels (v. a. der weiblichen Geschlechtshormone) können für die Diagnose der Zwischenblutungen richtungsweisend sein.

 

Eigener Menstrutationskalender hilft bei der Diagnose

Besonders hilfreich ist es für den Frauenarzt, wenn Sie einen Menstruationskalender führen. Viele Gynäkologen bieten einen solchen Kalender kostenlos für ihre Patientinnen an. Darin vermerken Sie, neben Zeitpunkt und Dauer der Periodenblutung, auch wann die Zwischenblutungen auftreten. Falls erforderlich können Sie die Daten noch durch eine Temperaturkurve ergänzen. Dazu messen Sie jeden Tag morgens vor dem Aufstehen Ihre Körpertemperatur (rektale Messung) und tragen sie in einem vorgefertigten Diagramm ein. Anhand dieser Kurve kann der Arzt zum Beispiel den Zeitpunkt des Eisprungs ablesen und dadurch die verschiedene Zyklusphasen besser nachvollziehen.

Behandlung
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.