Wie läuft bei einer Schlafapnoe die Diagnose ab?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Bei einer Schlafapnoe ist der erste Schritt der Diagnose immer ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Dieser wird den Betroffenen vor allem über Symptome wie Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsstörungen befragen. Bei der genauen Beschreibung der Schnarch-Geräusche, Schnarch-Häufigkeit und möglichen Atemaussetzern kann eine Befragung des Partners wichtig sein.

Anschließend folgt zur Schlafapnoe-Diagnose eine gründliche Untersuchung des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs auf mögliche Auffälligkeiten wie vergrößerte Rachenmandeln, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder andere raumfordernde Veränderungen, die eine verminderte Luftzufuhr verursachen können. In einzelnen, vor allem schweren Fällen kann der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Zu diesen zählen beispielsweise eine Mund-Kiefer-Gesichts-chirurgische Überprüfung des Bissstatus, eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) der Nasennebenhöhlen oder eine Spiegelung des Kehlkopfs und der Luftröhre (Laryngoskopie, Bronchoskopie).

Eine Frau schläft im Schlaflabor
Bei Verdacht auf Schlaf-Apnoe werden im Schlaflabor die Schlafphasen mithilfe eines EEGs überwacht© Imago
 

Weitere Untersuchungen bei Verdacht auf Schlafapnoe

Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, sollte für die Diagnose eine Untersuchung in einem Schlaflabor erfolgen. Der Betroffene verbringt dort ein oder zwei Nächte unter der Beobachtung von Schlafmedizinern. Während er schläft, werden zahlreiche Messdaten aufgezeichnet wie die Gehirnströme, der Herzschlag, die Augenbewegungen, die Atembewegungen, die Atemgeräusche und der Blutdruck. Mithilfe dieser Daten kann der Arzt die einzelnen Schlafphasen messen und vorhandene Störungen erkennen. Wird bei dieser Untersuchung festgestellt, dass der Atem mindestens fünf Mal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden aussetzt, handelt es sich um eine Schlafapnoe.

 

Screening-Untersuchung auf Schlafapnoe

Da die Wartezeit für Schlaflabor-Plätze häufig sehr lang ist, kann zunächst eine Screening-Untersuchung erfolgen. Hierfür erhalten Betroffene von ihrem Arzt ein tragbares Gerät, das zu Hause bestimmte Messdaten während des Schlafs aufzeichnet. Werden bereits hier mehrere Atemaussetzer pro Stunde festgestellt, ist eine weitere rasche Diagnose wichtig. Mithilfe spezieller Fragebögen kann der Arzt außerdem die Auswirkungen der Schlafapnoe auf die Tagesmüdigkeit bestimmen und auf diese Weise den Schweregrad der Erkrankung messen.

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