Wie läuft bei einer Ohnmacht die Diagnose ab?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Ohnmacht dient die Diagnose dazu, die Ursache der Bewusstlosigkeit herauszufinden. Der erste Schritt ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt.

Dieser wird beispielsweise Fragen zur Häufigkeit der Ohnmachtsanfälle stellen, ob sie immer in einer bestimmten Situation auftreten, wie lange sie anhalten und wie sie genau ablaufen. Häufig ist es hilfreich, Zeugen der Bewusstlosigkeit zu befragen, da Betroffene sich in vielen Fällen nicht an den genauen Hergang erinnern. Wichtig sind auch Informationen zu bekannten anderen Erkrankungen.

Anschließend folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei welcher der Arzt das Herz abhört, den Blutdruck misst und die Reflexe testet. Mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) lässt sich die Funktionsfähigkeit des Herzens überprüfen und mögliche Auffälligkeiten, die eine Ohnmacht auslösen könnten, feststellen. Sollten die Ohnmachtsanfälle relativ häufig auftreten, kann auch ein Langzeit-EKG über 24 Stunden hilfreich bei der Diagnose der Ohnmacht sein. Tritt die Ohnmacht nach einer körperlichen Belastung auf, ist ein Belastungs-EKG auf einem Ergometer (zum Beispiel Fahrrad oder Laufband) sinnvoll.

Ohnmacht durch Diabetes
Hinter einer Ohnmacht können Ursachen wie niedriger Blutdruck, Herzkrankheiten oder Blutzuckerprobleme stecken© Fotolia
 

Schellong-Test und Kipptischtest als Diagnose-Möglichkeit einer Ohnmacht

Der sogenannte Schellong-Test ist eine Diagnose-Möglichkeit, um eine orthostatische Ohnmacht festzustellen. Hierbei werden zunächst im Liegen der Blutdruck und der Pulsschlag gemessen. Danach muss der Betroffene aufstehen, wobei Blutdruck und Puls immer weiter gemessen werden – mindestens über einen Zeitraum von drei Minuten. Ähnlich funktioniert der Kipptischtest, bei dem der Betroffene auf einer Liege fixiert und passiv vom Liegen in die Stehphase gebracht wird.

Behandlung
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