Wie läuft bei Blut im Stuhl die Diagnose ab?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Blut im Stuhl ist ein wichtiger Schritt der Diagnose, herauszufinden, woher das Blut stammt, also an welcher Stelle des Magen-Darm-Trakts die Blutungsquelle sitzt. Als erstes wird der Arzt ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen führen (Anamnese). Dabei wird er Fragen, beispielsweise:

  • Wann haben Sie das erste Mal Blut im oder auf dem Stuhlgang bemerkt?
  • Ist der Stuhl bei jedem Stuhlgang blutig oder nur manchmal?
  • Haben Sie noch weitere Beschwerden, zum Beispiel Durchfall und Erbrechen oder Magen- oder Unterleibsschmerzen?

Wichtig sind auch eventuell vorhandene andere Krankheiten oder vorherige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Häufig können die Antworten dem Arzt schon einen ersten Hinweis auf die Ursache für das Blut im Stuhl geben, und so die Diagnose in die richtige Richtung lenken.

Dem Gespräch folgt dann eine gründliche körperliche Untersuchung. Bei dieser wird der Arzt unter anderem den Bauch abtasten und mit einem Stethoskop abhorchen. Außerdem wird er mit dem Finger den Enddarm austasten (rektale Untersuchung), um mögliche Hämorrhoiden oder sonstige Veränderungen wie Polypen oder Tumoren im Enddarm erkennen zu können. Außerdem wird er eine Blut- und Stuhluntersuchung im Labor anordnen.

Um die genaue Ursprungsstelle der Blutung zu finden, ist häufig eine Spiegelung (Endoskopie) das Magens (Gastroskopie), des Dickdarms (Koloskopie) oder manchmal lediglich des Enddarms (Rektoskopie) nötig. Dabei wird – entweder über den Mund oder den After – ein dünner Schlauch mit einer kleinen Kamera, ein sogenanntes Endoskop, in den Magen beziehungsweise den Darm eingeführt. Dieses ermöglicht dem Arzt, sich die Schleimhaut in Speiseröhre, Magen und Darm direkt anzuschauen und auf Auffälligkeiten zu untersuchen. Gleichzeitig kann er aus auffälligen Stellen auch Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, um diese später unter dem Mikroskop genauer untersuchen zu lassen. Um die Magen- oder Darmspiegelung angenehmer zu machen, kann sie in einem kurzen, schmerzfreien Schlaf (Sedierung) erfolgen.

Um andere Erkrankungen ausschließen oder bestätigen zu können, kann der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Röntgenuntersuchung des Bauchraums
  • Röntgenaufnahme der Baucharterien
  • Szintigraphie

Wichtig bei der Diagnose von Blut im Stuhl ist es auch, andere Ursachen, die zu einer Rot- oder Dunkelfärbung des Stuhlgangs führen können, auszuschließen. So kann beispielsweise die Gabe von Eisenpräparaten bei einem vorliegenden Eisenmangel den Stuhl sehr dunkel bis schwarz färben. Diese Färbung verschwindet nach Absetzen der Präparate innerhalb weniger Tage wieder.

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