Wie lässt sich einer Thrombose vorbeugen?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Um einer Thrombose vorbeugen zu können, sollten Sie das Risiko für die Ursachen senken. Dazu gehört beispielsweise eine gesunde Ernährung und Bewegung. PraxisVITA erklärt, was Sie beachten sollten.

Wenn Sie einer Thrombose vorbeugen möchten, müssen Sie zwei Bereiche unterscheiden: Zum einen hilft eine gesunde Lebensweise (viel Bewegung, kein Übergewicht) dabei, das Risiko für mögliche Thrombose-Ursachen zu senken. Zum anderen müssen Sie bestimmte Tipps beachten, wenn Situationen auftreten, die mit einer erhöhten Thrombose-Wahrscheinlichkeit verbunden sind.

 

Das sind die wichtigsten Tipps, um einer Thrombose vorbeugen zu können:

  • Achten Sie auf Ihre Figur, Übergewicht erhöht das Thrombose-Risiko (zum Beispiel essen Sie hauptsächlich Lebensmittel, die wenig Fett und wenig Zucker enthalten, Fleisch und Wurst sollten nur zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, dafür viel Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst und Gemüse).
  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag (zum Beispiel Wasser oder ungesüßte Früchtetees). Bei einem Flüssigkeitsverlust, etwa durch Durchfall, ist es besonders wichtig, den Wasserhaushalt wieder auszugleichen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, möglichst drei- bis viermal pro Woche für mindestens eine halbe Stunde, Ausdauersportarten sind am besten geeignet (zum Beispiel Walking, Schwimmen, Rad fahren). Auch im Büro sollten Sie zwischendurch aufstehen und kurz Gymnastik machen, etwa Kniebeugen oder umhergehen.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Ihr Arzt kann Ihnen bei diesem Schritt mit Rat und Tat zur Seite stehen.
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen, gehen Sie zwischendurch auf und ab, oder bewegen Sie die Zehen, um den Blutfluss anzuregen und so einer Thrombose vorbeugen zu können.
Obst
Wollen Sie einer Thrombose vorbeugen, sollten Sie sich gesund ernähren – zum Beispiel mit viel Obst© Fotolia
 

Bei langer Bettruhe oder nach Operationen sorgt der Arzt bei Ihnen für weitere Maßnahmen, um einer Thrombose vorzubeugen:

  • Tragen von Kompressionsverbänden oder Thrombosestrümpfen
  • Medikamente, die einer Thrombose vorbeugen (zum Beispiel Heparin)

Wenn Sie einem erhöhten Thrombose-Risiko ausgesetzt sind (zum Beispiel Schwangerschaft, lange Flugreise, Beruf mit langem Stehen) sollten Sie im Alltag grundsätzlich Kompressionsstrümpfe tragen. Es gibt drei Kompressionsklassen, um Thrombose vorbeugen zu können, ist Klasse 1 empfehlenswert. Sie erhalten die Strümpfe in der Apotheke oder im Sanitätsfachgeschäft. Dafür werden Ihre Beine zunächst ausgemessen und dann individuell passende Strümpfe bestellt. Es gibt sie inzwischen übrigens in allen Modefarben und sogar mit Spitzenbesatz. Sie können daher problemlos zu kurzen Röcken getragen werden, ohne dass für Außenstehende erkennbar wird, dass es sich um Kompressionsstrümpfe handelt.

Ihre Wirkung können die Modelle allerdings nur bei Bewegung entfalten, denn das Gewebe dehnt sich und zieht sich im Rhythmus der Muskeln wieder zusammen, wobei es deren Arbeit unterstützt und dem Gewebe Halt gibt. Stützstrümpfe sind keine Alternative! Sie haben lediglich einen leicht formenden Effekt, jedoch keinen deutlichen medizinischen Nutzen.

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