Wie Knoblauch Herzen retten kann

Carolin Banser Medizinredakteurin
Knoblauch – Wunderknolle
Auch auf das Herz-Kreislauf-System haben die Schwefelverbindungen im Knoblauch positive Effekte © Fotolia

Knoblauch ist eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Dass sich die Heilpflanze besonders positiv auf das Herz auswirkt, haben Wissenschaftler jetzt bewiesen. Wir verraten, welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind – und was sie sonst noch alles Gesundes bewirken.

 

Das macht den Knoblauch so gesund

Was wir riechen, ist das, was am meisten Wirkung hat: die Schwefelstoffe und -verbindungen des Lauchöls, auch Allicin genannt. Die Bestandteile des Allicins wirken, teils in Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen des Knoblauchs, äußerst vielfältig. Sie töten Bakterien und Pilze ab. Sie können entgiften. Sie schützen die Gefäße. Und sie fangen freie Radikale, die die Hautalterung beschleunigen. Zudem hat er jede Menge Mineralstoffe zu bieten: In zehn Gramm (etwa zwei Zehen) stecken unter anderem 62 mg Kalium, 3,8 mg Kalzium und 2,5 mg Magnesium. Das sind jeweils drei Prozent des Tagesbedarfs. Dazu kommen noch Zink, Fluorid und Jod sowie die Vitamine C und B9 (Folsäure). Und die moderne Medizin-Forschung beschäftigt sich immer wieder mit der Wunderknolle. Besonders die vorbeugenden Wirkungen des Knoblauchs sind noch längst nicht alle entdeckt. Für Aufsehen sorgt zurzeit eine Studie von koreanischen Forschern, die sich erstmals ausschließlich auf Knoblauchpulver beschränkte.

 

Studien zur Wirksamkeit von Knoblauchpulver

Das Ergebnis: Zubereitungen aus Knoblauchpulver zeigen deutliche Wirkungen zur Verbesserung von Gesamt- und LDL-Cholesterin, Nüchternblutzucker und Blutdruck. Ein Effekt auf HDL-Cholesterin – das sogenannte „gute“ Cholesterin – ist dagegen nicht gegeben. Für die aktuelle Auswertung wurden die Ergebnisse von 27 klinischen Studien mit insgesamt 1.649 Teilnehmern eingeschlossen. Diese umfassten 22 Studien zum Gesamtcholesterin, 17 bzw. 18 Studien zu LDL- bzw. HDL-Cholesterin, 4 Studien zum Nüchternblutzucker. 9 bzw. 10 Studien untersuchten den Einfluss auf den systolischen (erster Wert der Blutdruckmessung) bzw. diastolischen Blutdruck (zweiter Wert der Blutdruckmessung). Weitere Analysen befassten sich darüber hinaus u. a. mit der Dosierung und Therapiedauer, dem Patiententyp sowie dem jeweiligen Studienort.
 Als wirksamkeitsmitbestimmender Inhaltsstoff im Knoblauchpulver gilt Allicin. Experimentell nachgewiesen sind bakterienhemmende, blutfett- und blutdrucksenkende Eigenschaften.

 

Perfekter Schutz für das Herz

Für den aktiven Schutz des Herz-Kreislauf-Systems ist eine hohe Menge an Allicin nötig. Mediziner empfehlen deshalb, zu Präparaten mit pulverisiertem Knoblauchextrakt zu greifen (bis zu 600 mg täglich).

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