Wie kann der Arzt die Gelbsucht-Diagnose stellen?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Besteht der Verdacht auf die Krankheit, ist eine rasche Gelbsucht-Diagnose wichtig. Doch wie wird diese gestellt? PraxisVITA erklärt, wie Gelbsucht festgestellt werden kann.

 

Mögliche Fragen zur Gelbsucht-Diagnose

  • Welche Vorerkrankungen gibt es (zum Beispiel Gallensteine, Lebererkrankung)?
  • Sind Sie auf der Arbeit Chemikalien oder anderen Stoffen ausgesetzt?
  • Waren Sie vor kurzem auf einer Auslandsreise?
  • Haben Sie Bluttransfusionen bekommen?
  • Welche Beschwerden haben Sie?
  • Seit wann bestehen die ersten Symptome?
  • Treten andere Beschwerden wie Juckreiz oder Müdigkeit auf?
  • Nehmen Sie Medikamente ein? Welche?
  • Trinken Sie Alkohol? Falls ja, wie viel?

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der Ihr Arzt die Leber, Milz und Gallenblase abtastet und so zum Beispiel deren Größe und Beschaffenheit beurteilen kann.

Fester Bestandteil der Gelbsucht-Diagnose ist eine Blutuntersuchung. Der wichtigste Wert ist dabei der des Bilirubins. Ab einem Wert von mehr als zwei Milligramm pro Deziliter (mg/dl) verfärben sich die Augen gelb. Zudem kontrolliert der Arzt Werte bestimmter Leberenzyme wie Glutamat-Oxalazetat-Transaminase (GOT), Glutamat-Pyruvat-Transaminase(GPT) oder Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT). Ein Hinweis auf eine Leberstörung gibt auch der sogenannte „Quick-Wert“, der die Blutgerinnung beurteilt.

Gelbsucht
Zut Gelbsucht-Diagnose wird eine Blutuntersuchung vorgenommen© iStock

Wichtig sind auch bildgebende Verfahren bei der Gelbsucht-Diagnose. Mithilfe einer schmerzfreien Ultraschalluntersuchung (Sonografie) kann der Arzt innere Organe wie Leber, Gallenblase oder Milz abbilden und ihren Zustand beurteilen. Mit dieser Methode kann er zudem Gallensteine in den Gallenwegen diagnostizieren, die eine häufige Ursache für Gelbsucht sind.

 

Weitere Untersuchungen zur Gelbsucht-Diagnose

  • Gallengangspiegelung (Cholangioskopie)
  • Computertomografie (CT)
  • Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT)
  • Gewebeentnahmen (Biopsie) bei Verdacht auf Tumoren
Behandlung
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