Wie kam es zu dieser Wunderheilung?

Michelle Harris freut sich ganz besonders auf ihren Abschlussball an der High School. Denn beinahe hätte sie ihn nicht besuchen können – sie hätte eine schwere Lungenkrankheit fast nicht überlebt.

Ihre Ärzte hatten schon fast die Hoffnung aufgegeben, eine Lungentransplantation war ihre letzte Hoffnung. Doch am Ende brauchte Michelle Harris die Transplantation gar nicht – wie durch ein Wunder heilte ihre Lunge von selbst.

Der Teenager aus Chicago hat eine seltene Autoimmunkrankheit, eine sogenannte Granulomatose mit Polyangiitis. Dabei kommt es zu Entzündungen der Gefäße und Gewebewucherungen in den Atemwegen.

Bei Michelle nahm die Krankheit einen besonders dramatischen Lauf. Schließlich konnte sie nicht mehr selbstständig atmen und ihre Ärzte im Krankenhaus in Chicago mussten sie an eine spezielle Maschine anschließen, die für die Lunge das Atmen übernimmt.

 

Letzte Hoffnung Lungentransplantation

Weil die Mediziner in Chicago die Hoffnung, Michelle zu retten, aufgegeben hatten, wandten sich ihre Eltern verzweifelt an Spezialisten des University of Alabama at Birmingham Hospitals (UAB). Dort sahen die Ärzte noch eine letzte Hoffnung für das Mädchen: eine Lungentransplantation. „Die Schwierigkeit dabei ist es, aus schwerkranken Patienten wie Michelle eine Person zu machen, der man verantwortungsvoll die Strapazen einer Transplantation zumuten kann“, berichtete Dr. Charles Hoopes, Chefarzt am UAB gegenüber abcNEWS.

Michelle wurde per Flugzeug nach Alabama gebracht, wo sie noch einige Zeit an der Lungenmaschine verbringen musste, damit sich ihr Körper für die bevorstehende Operation erholen konnte. Als die behandelnden Ärzte nach einigen Wochen die Patientin kurzfristig von der Maschine trennten, um diese schnell zu reinigen, stellten sie etwas Erstaunliches fest: Das Mädchen atmete selbstständig. Ihre Lunge hatte sich in den Monaten an der Lungenmaschine so weit erholt, dass sie vollständig heilte.

Inzwischen geht es Michelle so gut, dass sie keine neue Lunge mehr benötigt. „Wir glauben, dass Gott meine Lunge geheilt hat“, sagt Michelle. „Ich erinnere mich, wie Dr. Hoopes sagte, es bräuchte ein Wunder, damit meine Lunge heilt, und ich erinnere mich, wie er sagte, dass sie nicht sehr optimistisch seien, dass sie es tun würde – doch sie tat es. Sie tat es.“

Im Krankenhaus arbeitete Michelle ihren Schulstoff nach, sodass sie trotz allem ihren Abschluss machen kann – und den Abschlussball besuchen.

Hamburg, 31. März 2016

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