Wie hilft Hypnosetherapie bei Angststörungen?

Hypnose als Therapie bei Ängsten? Neueste Studien bestätigen den Erfolg der Methode
Hypnose als Therapie bei Ängststörungen? Neueste Studien bestätigen den Erfolg der Methode © Fotolia
Kapitel
  1. 1. Hypnose als Ausweg aus der Angststörung
  2. 2. Mit Hypnotherapie meisterte sie ihre schwerste Lebenskrise

Hilft eine Hypnosetherapie bei Angststörungen? Ist diese Therapieform geeignet? Hier teilen ein Experte und eine Betroffene ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit der Hypnotherapie.

Im Interview: Prof. Dr. Dirk Revenstorf lehrt und forscht zum Thema Hypnotherapie an der Uni Tübingen.

Wem hilft eine Behandlung mit Hypnose?

Bei chronischem Schmerz, Sucht oder Angstkrankheiten erzielen wir sehr gute Erfolge. Ich rate auch Menschen, die eine schwere Krankheit haben, zu einer Therapie. Das bessert die Heilungschancen.



Können Sie den Zusammenhang etwas genauer erklären?



Erhalten Patienten eine schwere Diagnose, löst das einen Schock aus. Sie sind plötzlich mit Entscheidungen konfrontiert, die sie überfordern. Das verursacht enormen Druck. Ein Übermaß an Stresshormonen schwächt unser Immunsystem und verzögert die Heilung. Eine Hypnosetherapie schafft eine gewisse Distanz.



Viele Betroffene scheuen sich aber, schlechte Erinnerungen aufzuwühlen. Was raten Sie?



Das kann unter Hypnose passieren. In Hypnose können wir aber auch positive Gefühle freisetzen und Wunden umschiffen. Es ist wichtig, dass der Therapeut gut ausgebildet ist. Es gibt leider viele Scharlatane auf dem Markt. Da rate ich, vorsichtig zu sein und genauer hinzuschauen.



Wie finde ich einen guten Hypnotherapeuten?



Alle seriösen Anbieter sind bei der Deutschen Gesellschaft für Hypnose gelistet. Verschreibt der Arzt eine Hypnosetherapie, übernehmen meist auch die Krankenkassen die Kosten.



 

So funktioniert die Hypnotherapie

Innere Ruhe

Mit sanften Worten lässt der Hypnotherapeut uns in einen schlafähnlichen Zustand sinken. Die Muskeln entspannen sich, das Herz schlägt langsamer, die Außenwelt verschwimmt.



Welt der Bilder

Die rechte Gehirnhälfte ist unter Hypnose passiv, die linke umso aktiver. Das heißt, wir befinden uns in einem veränderten Bewusstseinszustand, in dem wir verdrängte oder vergessene Erinnerungen zulassen.



Positive Gedanken

In Trance sind wir anfällig für Suggestionen. Ängste kann der Therapeut über Gespräche in Trance positiv beeinflussen.



Zur Homepage der Gesellschaft für Hynose und Hypnotherapie

Mit Hypnotherapie meisterte sie ihre schwerste Lebenskrise
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