Wie helfen Globuli?

Redaktion PraxisVITA

Globuli sind kleine weiße Kügelchen. Sie sind in der Naturheilkunde eine Darreichungsform für homöopathische Arzneimittel. Es gibt sie mit unterschiedlichen Wirkstoffen in verschiedenen Potenzen. Ihre Wirkung entfalten sie über die Mundschleimhaut.

Globuli-Flaschen und Kügelchen
Globuli werden häufig bei kleinen Beschwerden angewandt Foto:  istock/ollo
Inhalt
  1. Definition: Was sind Globuli?
  2. Welche Möglichkeiten und Grenzen bieten Globuli?
  3. Selbstbehandlung oder Behandlung beim Arzt?
 

Definition: Was sind Globuli?

Globuli sind eine Darreichungsform in der Homöopathie. Die weißen Streukügelchen lässt man langsam auf der Zunge zergehen, sodass der Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Die kleinen Kugeln bestehen aus Zucker (Saccharose) und dem jeweiligen Wirkstoff in einer bestimmten Potenz, das heißt einer festgelegten Verdünnungsstufe. Die Wirkung von homöopathischen Globuli ist allerdings nicht eindeutig nachweisbar. Dennoch findet die Globuli-Therapie häufig Anwendung bei vielerlei Beschwerden und als Ergänzung zur Schulmedizin. 

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Welche Möglichkeiten und Grenzen bieten Globuli?

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat schon einmal homöopathische Arzneimittel, insbesondere Globuli, eingenommen. Vor allem bei leichteren Beschwerden, wie Erkältungen, Schlafstörungen, Insektenstichen oder vorübergehenden Magen-Darm-Problemen, testen viele zunächst die Möglichkeiten einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln, bevor sie den Arzt aufsuchen. Ein Grund dafür sind geringe bis keine Nebenwirkungen der Globuli

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Doch auch Globuli sind Grenzen gesetzt. Bessern sich Symptome nicht oder verschlechtern sich sogar, sollte für die weitere Behandlung unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Andernfalls kann ein Risiko durch die sogenannten indirekten Nebenwirkungen der homöopathischen Mittel entstehen: Wenn sie bei schwerwiegenden Erkrankungen ausschließlich eingenommen werden, verzögert sich unter Umständen der Beginn einer wirksamen schulmedizinischen Behandlung.

Vorsicht ist zudem bei Allergikern geboten. Trotz der geringen Dosierungen können Globuli zu allergischen Reaktionen führen. Das trifft vor allem auf Globuli zu, die als Wirkstoff Schwermetalle enthalten, die nicht ausreichend verdünnt wurden. Grenzen gibt es zudem bei der Art der Behandlung. Ein gebrochenes Bein oder eine Krebserkrankung lassen sich mit Globuli nicht therapieren. Wohl aber besteht die Möglichkeit, damit einhergehende Symptome wie Schmerzen durch die Homöopathie zu behandeln. 

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Selbstbehandlung oder Behandlung beim Arzt?

Bei ausgeprägten oder lang anhaltenden Symptomen sollte grundsätzlich die Behandlung beim Arzt erfolgen, damit er eine schwere Erkrankung ausschließen kann. Bei leichten Beschwerden oder als Ergänzung schulmedizinischer Therapien ist eine Selbstbehandlung möglich. Dabei kann es für die Wahl des richtigen Wirkstoffes sinnvoll sein, sich in einer auf Homöopathie spezialisierten Apotheke, von einem Heilpraktiker oder einem naturheilkundlich geschulten Arzt beraten zu lassen. Denn die richtige Substanz ist nicht immer leicht zu finden. Symptome ähneln sich mitunter und manchmal geben nur feine Unterschiede einen Hinweis auf das richtige Mittel.

In der Apotheke sind für die Selbstbehandlung meist Globuli in mittleren Potenzen von D/C10 bis D/C30 erhältlich. Diese werden entsprechend der Gebrauchsanweisung eingenommen. Höhere Potenzen ab D/C30 sowie die noch höher verdünnten Q- und LM-Potenzen werden bei einer Behandlung beim Arzt individuell dosiert.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Globuli wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Globuli als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

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