Wie gefährlich ist meine Mikrowelle wirklich?

Sendet Ihre Mikrowelle schädliche Strahlung aus? Mit diesem einfachen Trick finden Sie es heraus.

Mikrowellen sind praktisch, liefern schnell warmes Essen und das Beste: Man muss hinterher keine Töpfe und Pfannen abspülen. Trotzdem stehen sie bereits seit ihrer Markteinführung in den 1950er Jahren in der Kritik, gesundheitsgefährdende Strahlung abzugeben. Allerdings haben sich die Mikrowellen in den letzten 60 Jahren auch stark verändert. Die erste Mikrowelle war noch knapp 1,80 m hoch und wog 340 kg. Auch spätere kleinere Modelle waren mit einem Preis von 2000 - 3000 US-Dollar (zu damaligem Kurs etwa 8000 D-Mark) keine wirklichen Kassenschlager. Erst seit den 1970er Jahren hat die Mikrowelle Einzug in die meisten deutschen Haushalte gehalten.

 

Vorsicht vor der Strahlung?

Mikrowellenstrahlung erhitzt Wassermoleküle. Da auch der menschlichen Körper zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht, kann auch menschliches Gewebe Mikrowellenstrahlung absorbieren und durch diese geschädigt werden. Trifft die Strahlung, etwa aus einem schlecht abgeschirmten Mikrowellengerät auf die Haut, wird die Wärme normalerweise relativ schnell über den Blutkreislauf abgeführt und es entstehen keine Verbrennungen. Problematisch ist jedoch wenig durchblutetes Gewebe wie zum Beispiel die Augen. Deshalb sollten Sie, auch wenn der sich drehende Teller noch so hypnotisch wirkt, besser nicht direkt vor dem Mikrowellengerät stehen und hineinblicken. Dann nämlich droht die Gefahr, an einem Grauen Star zu erkranken. Diese Augenerkrankung, bei der sich die Linse eintrübt, kann sogar zur vollständigen Erblindung führen. Besitzer von älteren, schlecht abgeschirmten Geräten sollten deshalb sogar am besten den Raum verlassen, wenn die Mikrowelle eine Weile läuft.

Moderne Geräte sollten die Strahlen eigentlich austrittsicher abschirmen, doch bei Expertentests in den USA schnitten dabei längst nicht alle Modelle gut ab.

 

Und so können Sie herausfinden, ob Ihre Mikrowelle die schädlichen Strahlen nach außen abgibt:

Auch Handys nutzen Mikrowellen, um Signale aufzubauen und weiterzugeben. Deshalb eignen sie sich gut für unser Experiment. Legen Sie Ihr Handy in die Mikrowelle und schließen Sie die Tür. Schalten Sie die Mikrowelle NICHT an. Rufen Sie Ihr Handy von einem anderen Telefon aus an. Wenn es klingelt, wissen Sie, dass die Mikrowellen des Handys durch die geschlossene Tür dringen können. Auch die Mikrowellen des Geräts können demzufolge bei der Erhitzung des Essens auch austreten. Wenn Ihr Handy tatsächlich klingelt, halten Sie sich bei Benutzung der Mikrowelle besser nicht in der Nähe des Geräts auf. Am besten wäre die Anschaffung einer neuen Mikrowelle.

Hamburg, 18. August 2016

© by WhatsBroadcast

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.