Wie gefährlich ist Cola als Selbstbräuner?

Verena Elson Medizinredakteurin
Eine Frau öffnet eine Dose Cola
Cola gehört nicht auf die Haut! Die in der Limonade enthaltene Phosphorsäure schädigt den Schutzmantel der Haut und erhöht die Gefahr von Sonnenbrand und Hautkrebs © iStock

Schnell einen schönen Teint bekommen – und das ganz einfach mit einer Dose Cola! Das verspricht ein Geheimtipp aus den USA. Kann die Methode der Gesundheit schaden?

Wenn Urlauber vor dem Sonnenbad statt zur Sonnencreme zur Colaflasche greifen, ist das Ziel ein schöner Teint: denn die Limonade soll, vor dem Sonnen auf die Haut aufgetragen, den Bräunungseffekt der Sonne verstärken. In den USA ist die Methode bereits zum Trend geworden und auch hierzulande findet sie immer mehr Anhänger. Tatsächlich verleiht Cola der Haut kurzzeitig eine bräunliche Färbung. Der Grund dafür ist der Farbstoff E 150d, dem das Getränk seine charakteristische dunkle Farbe verdankt.

Doch Mediziner raten dringend davon ab, Cola als Selbstbräuner zu verwenden. Denn sie enthält Phosphorsäure, die, auf die Haut aufgetragen, ätzend wirkt. Der Stoff löst abgestorbene Hautzellen ab, die als Schutzschicht vor den UV-Strahlen der Sonne dienen. Die Verwendung von Cola als Selbstbräuner erhöht somit die Gefahr von Sonnenbrand und Hautkrebs. Wer sich in die Sonne begibt, sollte sich stattdessen vorher unbedingt mit Sonnenmilch eincremen.

 

Natürlicher Selbstbräuner: Möhren essen

Es gibt eine gesunde Alternative: Der Verzehr von Gemüsesorten wie Möhren und Tomaten lässt den Teint ebenfalls dunkler werden. Der Grund sind in dem Gemüse enthaltene pflanzliche Farbstoffe, sogenannte Carotinoide.

Die Selbstbräunung mit Gemüse bedarf zwar eines längeren Atems – sechs Wochen lang sollten täglich drei bis vier Portionen carotinoidhaltiges Gemüse verzehrt werden – sie hält dafür aber auch länger an. Und sie macht sogar attraktiver als Sonnenbräune, wie eine 2015 durchgeführte Studie ergab: US-Wissenschaftler zeigten Probanden manipulierte Bilder von 24 Gesichtern. Von jedem Gesicht bekamen die Studienteilnehmer zwei Versionen zu sehen: Eine hatte eine Einfärbung, wie sie durch den Verzehr carotinoidhaltiger Lebensmittel erreicht wird, die andere zeigte das Gesicht von der Sonne gebräunt.

Die Forscher fragten die Probanden, welche Gesichter attraktiver auf sie wirkten. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Mehr als 75 Prozent der Studienteilnehmer empfanden die mit Carotinoiden gefärbten Gesichter als attraktiver als die sonnengebräunten.

© by WhatsBroadcast

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.