Wie gefährdete Menschen einer Blindheit vorbeugen können

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei bestimmten Augenkrankheiten besteht das Risiko, dass die Sehleistung immer weiter abnimmt und in eine Blindheit mündet. Vorbeugen können Sie demnach, indem Sie bereits bei den ersten Symptomen einen Augenarzt aufsuchen und mit ihm – abhängig von Ihrer Erkrankung – die passende Behandlung besprechen.

Bei regelmäßigen Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen lassen sich Veränderungen in der Sehleistung schnell erkennen und die Behandlung gegebenenfalls anpassen. Generell empfehlen Augenärzte für bestimmte Risikogruppen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Beachten Sie aber, dass nicht alle Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.

 

Blindheit vorbeugen: Sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt

  • Kinder sollten bei Auffälligkeiten (wie Augenzittern oder Augentrübungen) sofort zum Augenarzt. Hat Ihr Kind ein erhöhtes Risiko für Augenkrankheiten, etwa durch eine erbliche Vorbelastung, sollten Sie es mit 6 bis 12 Monaten bei einem Augenarzt vorstellen. Auch für ein unauffälliges Kind empfiehlt sich mit 30 bis 42 Monaten eine Augenuntersuchung.
  • Zur Früherkennung eines Grünen Stars (Glaukom-Vorsorge) empfehlen Augenärzte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr, für dunkelhäutige Menschen bereits ab 30. Dazu gehören eine Augeninnendruckmessung und eine Untersuchung des Sehnervenkopfs.
  • Kurzsichtige haben ein erhöhtes Risiko für eine Netzhautablösung, welche ohne schnelle Behandlung eine Blindheit auslösen kann. Vorbeugen lässt sich mit regelmäßigen Untersuchungen zur Netzhautvorsorge bei allen Kurzsichtigen ab 3 Dioptrien.
  • Ab dem 60. Lebensjahr sollten Sie Ihre Augen regelmäßig auf Veränderungen untersuchen lassen, die auf eine Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) hinweisen. Diese ist in Europa die häufigste Ursache für Erblindungen.

Wichtig ist des Weiteren, dass Sie sich bei bestehenden Erkrankungen genau an die ärztlichen Therapieempfehlungen und Kontrolltermine halten. Dies gilt nicht nur für Augenkrankheiten, sondern vor allem auch bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus: Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel kann auf Dauer die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen und so in eine diabetische Retinopathie münden. Ohne Behandlung steigt das Risiko für eine verschlechterte Sicht bis hin zur Blindheit. Vorbeugen heißt in diesem Fall, den Diabetes richtig zu behandeln.

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