Wie finde ich den richtigen Rollator für mich?

Stephanie Pingel
Rollator
Durch einen Rollator bleiben Senioren auch im hohen Alter mobil © iStock

Mithilfe eines Rollators können Senioren auch im hohen Alter mobil bleiben – denn der Gehwagen hilft nicht nur bei der Fortbewegung, sondern bringt auch noch andere Vorteile mit sich. PraxisVITA erklärt, was Sie beachten sollten, wenn Sie einen Rollator kaufen möchten und stellt praktisches Zubehör vor.

Ein Rollator ist eine fahrbare Stütze beim Gehen – und daher vor allem für Senioren gut geeignet. Mit dem Gehwagen bleiben sie mobil und können kleine Einkäufe und Spaziergänge, die ihnen sonst zu anstrengend sind, weiterhin ohne fremde Hilfe durchführen. Es gibt auch Rollatoren, die extra für den Innenbedarf gedacht sind – und dafür besonders schmal gebaut werden. Um einen Rollator problemlos in der Wohnung oder im Haus verwenden zu können, sollten die Böden allerdings möglichst eben sein.

 

Draußen unterwegs dank Rollator

Die meisten Senioren nutzen Rollatoren vor allem, um weiterhin draußen unterwegs sein zu können. Diese „Outdoor“-Modelle sichern nicht nur beim Laufen ab, sondern bieten meist auch besonderes Zubehör, um den Alltag zu vereinfachen. Dazu gehören beispielsweise eine Sitzfläche für kurze Pausen oder Einkaufstaschen. Zusätzlich haben diese Rollatoren breitere Reifen, um auf unebenen Wegen gut voranzukommen sowie starke Bremsen. Die Gehwagen lassen sich in der Regel leicht falten und können so beispielsweise auch im Auto mitgenommen werden.

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Mit einem Rollator ist auch ein langer Spaziergang an der Strandpromenade kein Problem© iStock
 

Welchen Rollator brauche ich?

Bevor man sich einen Rollator anschafft, sollte man darüber nachdenken, wozu das Gerät gebraucht wird und was es können muss: Möchte der Betroffene mit dem Gehwagen beispielsweise gern lange Spaziergänge machen? Oder wird er lediglich für kurze Strecken im Haus benötigt? Wichtig ist auch das Gewicht: Standard-Rollatoren sind oft etwas schwerer und sperriger und daher für den Innengebrauch nur eingeschränkt zu empfehlen. Tipp: Idealerweise sollte der Rollator vom Arzt verordnet werden. Das ist besonders dann nützlich, wenn ein bestimmtes und eventuell teureres Modell benötigt wird. Denn Rollatoren werden zwar von der Krankenkasse finanziert – allerdings zahlen diese in der Regel lediglich günstige Standardmodelle. Mit einer ärztlichen Verordnung (zum Beispiel weil eine Muskel- oder Gelenkerkrankung vorliegt) ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Krankenkasse einen teureren Rollator genehmigt. Die Kosten für ein Standardmodell fangen bei etwa 50 Euro an – leichtere Gehwagen, die beispielsweise aus Aluminium sind und viel Zubehör bieten, können rund 600 Euro kosten.

 

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft wie dem Sanitätshaus beraten, welches Modell für Ihre Zwecke am besten geeignet ist. Probieren Sie den Rollator auch direkt im Geschäft aus. Dabei sollten ein paar Dinge beachtet werden:

  • Wie gut lässt sich der Rollator auf verschiedenen Untergründen schieben?
  • Wie schwer und sperrig ist der Gehwagen – kann der Betroffene ihn ohne fremde Hilfe heben und zusammenfalten?
  • Reagieren die Bremsen und sind sie gut zu erreichen?
  • Welches Zubehör kann an dem Rollator angebracht werden?
  • Wie lange gibt es Garantie auf den Gehwagen?
 

Was, wenn der Rollator kaputt geht?

Wurde der Rollator von der Krankenkasse bezahlt, übernimmt diese auch anstehende Kosten für die Wartung und eventuelle Reparaturen. Der Rollator sollte ein- bis zweimal im Jahr geprüft werden – vor allem darauf, ob die Räder noch genug Profil haben und die Bremsen gut funktionieren. Am besten wenden Sie sich dafür an das Fachpersonal im Sanitätshaus.

Im Video erfahren Sie außerdem, welche Hilfsmittel es für mehr Sicherheit im Alltag noch gibt:

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