Wie entstand das Coronavirus? Ursprung von COVID-19

Wie entstand das Coronavirus? Viele fragen sich nicht nur, wie schlimm eine Ansteckung wirklich ist und wie man sie verhindern kann, sondern auch, wie sich das so gefährliche Virus COVID-19 eigentlich entwickeln konnte.

Bild eines chinesischen Marktes
Auf chinesischen Märkten tummeln sich viele Menschen (Symbolbild) Foto: istock/caoyu36

Wie entstand das Coronavirus? Dieser Frage versuchen die Experten nach Ausbruch der Pandemie nachzugehen. Den Ursprung der Corona-Pandemie vermuten Experten in China – genauer gesagt auf einem Wildtiermarkt der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei. Von dort soll sich das gefährliche Virus ausgebreitet haben. Wildtiermärkte gibt es in China zahlreiche. Auf ihnen werden Schlangen, Hunde und Vögel sowie exotische Tiere wie Reptilien unter nur sehr schlechten hygienischen Zuständen verkauft. Es ist nicht das erste Mal, dass von solch einem Tiermarkt aus eine Gefahr ausgeht. Auch die SARS-Pandemie im Jahre 2002/2003 soll auf solch einem Tiermarkt seine Wurzeln haben.

Wie entstand das Coronavirus und woher kommt COVID-19 eigentlich?

Die Wildtiermärkte in China, die im Übrigen nun nach der Pandemie von der chinesischen Regierung verboten worden, sind Schauplatz illegalen Handels mit exotischen Tieren unter teilweise grenzwertigen, hygienischen Bedingungen. Hier kommen Menschen ziemlich häufig mit Tieren in Kontakt, die potenzielle Virenträger sind. Im Falle des Coronavirus werden diese Viren nun vom Tier auf den Menschen übertragen. Es kam es zu einer sogenannten zoonotischen Erkrankung, einer Infektionskrankheit – zum Beispiel ausgelöst durch Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten – die in Wechselwirkung zwischen Tieren und Menschen übertragen wird.

Corona-Entstehung: Übertragung von Tier zu Mensch machte den Anfang

Wie aber genau funktioniert so eine zoonotische Erkrankung mit bisher unbekannten Viren überhaupt? Viele Tiere tragen Viren in sich, die für den Menschen jahrelang ungefährlich sind. In der Regel können die tierischen Viren dem Menschen nämlich gar nichts anhaben, da das Virenerbgut nicht in die menschliche Zelle gelangen kann. Damit dies geschieht, muss das Virus sein Erbgut so verändern, dass es in die menschliche Zelle eindringen kann – es muss also mutieren. Und genau dies in im Falle von COVID-19 geschehen. Durch den engen Kontakt und die schlechten hygienischen Bedingungen auf dem Tiermarkt in Wuhan waren die perfekten Bedingungen gegeben, um sich dem menschlichen Erbgut anzupassen. Es kommt zu einer Übertragung.

Schlangen, Fledermaus und Co.: Welches Tier war der Corona-Überträger?

In den vergangenen Wochen kursierten mehrere Theorien, welches Tier nun eigentlich genau das gefährliche Coronavirus übertragen hat. Einige Verschwörungstheorien besagten sogar, dass das Coronavirus, auch SAR-CoV-2 genannt, in chinesischen Laboren entstanden ist. Dem sei nicht so, wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen. Kristian Andersen, Professorin für Immunologie und Mikrobiologie am Scripps Research Institute, erklärt gegenüber den Medien: „Wir haben die vorhandenen Gemomsequenzierungs­daten bekannter Coronavirus-Stämme verglichen und können mit Bestimmtheit sagen, dass SARS-CoV-2 durch natürliche Prozesse entstanden ist.“

Einige Forscher mutmaßen, dass COVID-19 ursprünglich von der Fledermaus zum Mensch übertragen wurde. Wissenschaftlich bestätigt sei diese Aussage jedoch nicht. Zwar gäbe es eine hohe Übereinstimmung mit dem SARS-ähnlichen Coronaviren von Fledermäusen, allerdings gäbe es auch Hinweise bei der Untersuchung von früheren Coronaviren, die im Zusammenhang mit Zibetkatzen und Kamelen stehen. Und auch bei Schuppentieren seien coronaähnliche Viren festgestellt worden.

Der Ursprung des Coronavirus befindet sich nach derzeitigem Wissenstand also auf jedem Fall in einem Wildtiermarkt in Wuhan, bei dem es zu einer Tier-Mensch-Übertragung des Virus kam. Nun, wo das Coronavirus für eine weltweite Pandemie mit zahlreichen Toten gesorgt hat, ist es wichtiger denn je, dass ein solcher teils illegaler Tierhandel nicht mehr stattfindet.

Quellen: