Wie das Wetter mit unserem Körper spielt

Frische Luft hilft bei Wetterfühligkeit
Viel Bewegung an der frischen Luft macht den Körper gegen Wetterreize resistenter © Fotolia

Ein Hoch oder Tief lässt nicht nur das Barometer pendeln. Auch wir können dann ordentlich ins Schwanken geraten. Lesen Sie hier die interessantesten Fakten über Wetterfühligkeit!

Wetterfühligkeit ist keine "eingebildete Krankheit". Tatsächlich fehlt im Schnitt jeder berufstätige Deutsche vier Arbeitstage im Jahr aufgrund wetterbedingter Beschwerden. Symptome, über die Wetterfühlige klagen, reichen über Kopfschmerzen und Migräne bis hin zu Schlafstörungen, Müdigkeit, Gelenk- und Narbenschmerzen. Wissenschaftler haben ermittelt, wie welches Wetter unsere Gesundheit beeinflusst.

Ein Tiefdruckzentrum, vor allem eine heranziehende Schlechtwetterfront, kann zu Asthma, Bluthochdruck, Bronchitis, Herzenge, Koliken, Kopfschmerzen, Narbenschmerzen, niedrigem Blutdruck und Gelenkrheuma führen.

Warmluftzufuhr, insbesondere in Süddeutschland auch als Föhn gefürchtet, kann Asthma, Bronchitis, Migräne, Depressionen, Herzinfarkt, Herzschwäche, Narbenschmerzen und Schlafstörungen verursachen sowie die Unfallgefahr erhöhen.

 

Rezeptoren reagieren auf Wetterumschwünge

Kaltluftzufuhr kann Asthma, Bluthochdruck, Bronchitis, Herzenge, Herzinfarkt, Koliken, Kopfschmerzen, Krämpfe, Schlaganfall und Gelenkentzündungen auslösen.

Übrigens: Hochdruckzonen steigern das Wohlbefinden und haben keine negativen Auswirkungen auf den Organismus. Nach neuen Erkenntnissen von Medizin-Meteorologen sind dies die Ursachen der Wetterfühligkeit:

Jeder Wetterveränderung eilen feine Luftdruckschwankungen mit Schallgeschwindigkeit voraus.

Diese Druckschwankungen werden von so genannten Barorezeptoren in der Halsschlagader registriert.

Die Barorezeptoren steuern durch Änderung von Herzfrequenz und Blutdruck dem Wetterumschwung entgegen, wodurch Wetterempfindliche aus ihrem gewohnten Rhythmus gebracht werden. Wetterreize werden besser vertragen, wenn die seelische und körperliche Verfassung und damit auch das Immunsystem gekräftigt wird. Schon ein paar einfache Regeln helfen dabei:

Gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Frischkost, die ausreichend Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthält.

 

Ausreichend Schlaf stärkt unsere Abwehr

Bewegung an der frischen Luft, bei jedem Wetter, stabilisiert das vegetative Nervensystem. Spazierengehen und sportliche Betätigung wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern sind besonders günstig.

Entspannungstechniken, die man zum Beispiel an Volkshochschulen erlernen kann, ein regelmäßiger Lebensrhythmus und ausreichend Schlaf setzen die Empfindlichkeitsschwelle herab.

Neuerdings gibt es sogar Therapiezentren (in Bad Füssing und Bad Gastein), in denen Patienten, die sich infolge von Wettereinflüssen dauernd krank fühlen, einer Spezialbehandlung unterziehen können.

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