Wie bei Bulimie die Diagnose gestellt wird

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Bulimie stellt die Diagnose meist ein Arzt oder Psychologe. Wird der Leidensdruck zu groß, wenden sich die Betroffenen meist an einen Fachmann und schildern ihr Krankheitsbild. Manchmal vermutet der Arzt aber auch anhand bestimmter Hinweise – etwa Zahnveränderungen oder geschwollenen Speicheldrüsen – dass eine Bulimie vorliegt.

Bei Verdacht auf eine Bulimie stellt der Arzt einige Fragen, die sich zum Beispiel auf das Essverhalten, das Selbstbild und die Einstellung gegenüber dem eigenen Körper beziehen. Vor allem erkundigt er sich genau, ob es zu Essanfällen kommt und wie der Betroffene darauf reagiert.

Bulimiekranke sind überkritisch mit ihrer Figur
Bulimie-Kranke sind sehr kritisch mit ihrer Figur, obwohl die meisten normalgewichtig oder sogar untergewichtig sind© Fotolia

Bei Verdacht auf Bulimie oder eine ähnliche Diagnose gehört auch dazu, dass der Arzt die Körpergröße und das Gewicht misst, um den Body-Mass-Index (BMI) zu errechnen. Bei starkem Über- oder Untergewicht liegt statt der Bulimie eventuell eine andere Diagnose näher. Der Arzt horcht außerdem mit einem Stethoskop das Herz ab und kontrolliert Blutdruck und Puls.

Wenn Menschen mit Bulimie über einen längeren Zeitraum immer wieder erbrechen, geraten leicht die Blutsalze (Elektrolyte) aus dem Gleichgewicht. Auf Dauer kann dies ernste Folgen haben, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen. Daher nimmt der Arzt auch Blut ab und kontrolliert verschiedene Werte, insbesondere den Kaliumspiegel. Bei Betroffenen, die schon über Monate oder Jahre an Bulimie leiden, können auch weitere Verfahren wie ein Elektrokardiogramm (EKG) oder eine Untersuchung durch einen Zahnarzt sinnvoll sein.

Behandlung
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