Wie ansteckend ist das Marburg-Virus?

Arzt im Schutzanzug
Das Marburg-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen – medizinisches Personal muss deshalb Schutzanzüge tragen © Imago

In Uganda ist das mit Ebola verwandte Marburg-Virus ausgebrochen. Wie es übertragen wird, wer zu den Risikogruppen gehört und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Wie das verwandte Ebola-Virus wird auch das Marburg-Virus durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen oder Tiere übertragen. Das Blut der Erkrankten ist hochinfektiös, doch auch andere Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß oder Tränenflüssigkeit können das Virus übertragen. Das kann durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion geschehen – die kommt beispielsweise zustande, wenn ein Patient eine andere Person anhustet.

Experten vermuten, dass afrikanische Flughunde die Wirtstiere für das Marburg-Virus sind. Die Tiere werden von Menschen gejagt und verzehrt – so kann es zum Ausbruch einer neuen Epidemie kommen.

Das Marburg-Virus ist erst ansteckend, wenn die Krankheit ausgebrochen ist – während der drei bis neun Tage andauernden Inkubationszeit sind Patienten noch nicht infektiös.

 

Risikogruppe für das Marburg-Virus

Besonders gefährdet sind medizinisches Personal und pflegende Angehörige. Durch den Kontakt mit Ausscheidungen und dem hochansteckenden Blut der Erkrankten können sich diese Menschen leicht infizieren. Auch der Kontakt mit am Marburg-Virus Verstorbenen kann zur Ansteckung führen.

Marburg-Viren können außerhalb des Körpers mehrere Tage lang überleben – darum kann das Virus auch über Utensilien wie Spritzen übertragen werden.

 

Schutz vor dem Marburg-Virus

Wer sich in der betroffenen Region in Ostafrika aufhält, sollte auf den Besuch von Fledermaushöhlen und den Verzehr von Wildfleisch verzichten. Außerdem sollten Reisende den Kontakt mit infizierten Personen sowie ungeschützten Geschlechtsverkehr meiden.

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