Westerwelle spricht bei „Günther Jauch“ über Leukämie

Guido Westerwelle
In der Sendung "Günther Jauch" berichtete der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle von seiner Leukämie-Erkrankung © imago

Stammzellentransplantation und Chemotherapie mit Komplikationen: In den vergangenen Monaten führte der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle (FDP) einen schweren Kampf gegen seine Krebserkrankung. Bei „Günther Jauch“ sprach er am Sonntagabend offen über seine Leidensgeschichte.

„Das war der Augenblick, wo ich gedacht habe: So fühlt es sich an, das Sterben.“ So schilderte Guido Westerwelle am Sonntagabend bei „Günther Jauch“ den Moment, als sein Körper eine Injektion der Chemotherapie nicht vertrug. Und er berichtete von weiteren belastenden Situationen – etwa von der Zeit, als sein Mann ihn aufgrund erhöhter Infektionsgefahr während der Chemotherapie nur mit Handschuhen berühren durfte.

 

Auftritt kurz vor Buchveröffentlichung

Westerwelle zeigte sich offen und nahbar und berichtete schonungslos von den Strapazen seiner Leukämie-Therapie. Auf Fragen nach seiner politischen Zukunft ging er nicht ein.

Der Auftritt des FDP-Politikers diente auch dazu, auf sein Buch aufmerksam zu machen, dass am 10. November erscheint. Darin macht Westerwelle Gedanken und Gefühle öffentlich, die er während seiner Therapie in einem Tagebuch festhielt. Das Buch trägt den Titel „Zwischen zwei Leben – von Liebe, Tod und Zuversicht“ (Hoffmann und Campe, 20 €). Der Ex-Außenminister verfasste es gemeinsam mit dem Journalisten Dominik Wiechmann.

Neben Westerwelle waren außerdem sein behandelnder Arzt, Michael Hallek und die Leukämiepatientin Eva Fidler zu Gast bei Günther Jauch.

Die Leukämie-Erkrankung Westerwelles war im Juni 2014 bekannt geworden. Als geheilt gilt Ex-Außenminister noch nicht – erst nach fünf Jahren ohne Rückfall spricht man bei Leukämie-Patienten von einer Heilung.

Hamburg, 9. November 2015

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