West-Nil-Virus in Deutschland: RKI meldet erste Fälle

Nadja Goldhammer

Neben Gelbfieber, Malaria, Zika und Dengue-Viren ist nun hierzulande auch das West-Nil-Fieber auf dem Vormarsch. Das Robert Koch-Institut berichtet von neun bestätigten Fällen.  Alle Infos, hier!

 

Inhalt
  1. RKI meldet erste Fälle des West-Nil-Virus in Deutschland
  2. Was ist das West-Nil-Virus (WNV)?
  3. Durch welche Symptome äußert sich das West-Nil-Virus?
  4. Wie kann man sich vor dem Virus schützen?
 

RKI meldet erste Fälle des West-Nil-Virus in Deutschland

Anfang September meldete das RKI die ersten Fälle in Deutschland. Ein Fall in der Hauptstadt Berlin und die anderen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Infektionen sind jeweils durch Blut- oder Plasma Spenden entdeckt worden. Zwei Männer über 70, aber auch eine Frau Anfang 30 leiden an Gehirnhautentzündungen. Der genaue Infektionsort wird derzeit noch ermittelt. Bisher sind insgesamt 9 Fälle von Infizierten in Deutschland bekannt. Da das Virus grippeähnlich ist, wird das WNV meist gar nicht erst diagnostiziert. Man geht daher von einer hohen Dunkelziffer aus.

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Was ist das West-Nil-Virus (WNV)?

Wie der Name schon sagt, wurde das Virus erstmals in Uganda westlich des Nils entdeckt. Das Virus konnte sich vermutlich durch Zugvögel auch in Europa verbreiten. Vorwiegend wird das Virus an heißen Tagen durch Mücken übertragen. Vor allem Pferde sind anfällig für das Tropenfieber. Aber auch Menschen können betroffen sein.

 

Durch welche Symptome äußert sich das West-Nil-Virus?

Im Normalfall verläuft eine Infektion ohne Symptome. Betroffene können auch unter plötzlich auftretenden grippeähnliche Symptomen leiden wie:

  • Schüttelfrost
  • Erbrechen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Lymphknotenschwellungen

Diese heilen auch nach 1-2 Wochen wieder. In ca. jedem 100. Fall kann es jedoch zu Gehirn-Entzündungen wie Enzephalitis oder Meningitis kommen. Diese können im schlimmsten Fall auch tödlich enden.

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Wie kann man sich vor dem Virus schützen?

Am besten sollte man Mückenstiche vermeiden. Indem man langärmlige Klamotten trägt zum Beispiel. Wenn es dafür doch mal zu heiß wird, können auch Mückensprays Abhilfe schaffen. Auch Moskitonetze erfüllen zumindest in der Nacht ihren Zweck. Sollte man doch gestochen werden, dann empfiehlt es sich, diese nicht aufzukratzen. Wenn Keime ins Blut gelangen, kann es im Ernstfall zu einer Blutvergiftung kommen. 

Einen Impfstoff oder eine Therapie für Menschen gibt es bisher nicht. Wenn schwerwiegende Symptome auftauchen, kann man Ärzte auch auf das West-Nil-Virus hinweisen, um sich testen zu lassen.  

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