Wespenstichallergie: Tod durch Insektenstiche

Redaktion PraxisVITA
Wespenallergie
Wespenstiche können bei Menschen mit Wespenstichallergien zum allergischen Schock führen und tödlich enden © Fotolia

Peter (47) erlitt im Kleingarten einen allergischen Schock durch eine Wespenstichallergie. Doch die Ärzte diagnostizierten nur einen harmlosen Sonnenbrand – das war Peters Todesurteil.

Der Schrebergarten war sein größtes Hobby. Jede freie Minute verbrachte Peter Schröder in seinem grünen Paradies. Doch dieses Paradies wurde ihm zum Verhängnis: Der Gärtner aus Leidenschaft starb dort an einem allergischen Schock durch eine Wespenstichallergie.

Obwohl sein Tod jetzt schon zwei Jahre zurückliegt, erinnert sich Witwe Yvonne Schröder (49) noch genau an den letzten gemeinsamen Tag mit ihrem Mann: „Familie und Freunde hatten sich zum Grillen angesagt. Es war gegen 13.30 Uhr, als ich einen Schrei und ein lautes Platschen hörte. Dann sah ich Peter im Pool liegen, in den er sich gerettet hatte. Panisch rief er: Geh weg von den Sträuchern! Überall sind Wespen!“

 

Wespenstichallergie

Die Insekten hatten ihn angegriffen, nachdem er eine Lautsprecherbox aus den Sträuchern holen und reparieren wollte. Yvonne Schröder: „Peter hatte die Box dort montiert. Sie war kaputt, doch er entdeckte viel zu spät, dass sich im Gebüsch ein Wespennest befand.“ Die Tiere stachen den hilflosen Mann in den Kopf, in die Arme, den Oberkörper. Yvonne Schröder rief den Notarzt, denn sie wusste, in welcher Gefahr ihr Mann schwebte: „Er hatte eine Wespenstichallergie.“

Der Notarzt entschied, Peter Schröder ins Krankenhaus zu bringen. Yvonne Schröder informierte dort den behandelnden Arzt wegen der Wesenpenstichallergie, dieser aber ignorierte ihre Worte. Er sagte mit Blick auf die geröteten Stellen: „Sie haben einen Sonnenbrand. Ich gebe Ihnen Tabletten und ein Gel.“ Eine Fehldiagnose mit tödlichen Folgen.

Wespe auf Hand
Eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich kann gefährlich werden© istock
 

Allergischer Schock durch Wespenallergie: Peter fiel tot um

Das Ehepaar Schröder fuhr zurück in den Garten. Sie wollten den Gästen absagen, denn Peter war immer noch übel, sein Kopf schmerzte. Gerade hatten sich alle um den Gartentisch versammelt, da verdrehte er die Augen und fiel zur Seite. Seine Frau, die mit den Tränen kämpft, sagt: „Er war sofort tot. Wir haben noch alles versucht, Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung, es war zu spät.“ Er war an dem allergischen Schock gestorben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Klinik-Arzt wegen fahrlässiger Tötung und schaltete einen Gutachter ein. Der Gutachter sagt, eine medikamentöse Therapie verbunden mit einer stationären Aufnahme des Patienten hätte erfolgen müssen.

Der Anwalt der Familie fordert für Yvonne Schröder Schmerzensgeld und Schadenersatz von den Verantwortlichen des Krankenhauses in Höhe von 63.000 Euro. Doch die Liebe ihres Lebens ist für immer verloren: „Wir waren 22 Jahre glücklich. Ich hätte meinen Mann immer wieder geheiratet", sagt sie.

 

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