Wespenstich bei Kindern: Wie reagiere ich richtig?

Redaktion PraxisVITA

Wespenstiche bei Kindern sind häufig – denn Kinder können das Verhalten von Wespen oft nicht richtig einschätzen und schlagen deswegen nach ihnen, wenn sie zu nah kommen. Wie sollten Eltern im Ernstfall reagieren?

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Kaum steht das Essen auf dem Tisch, schon kommen die ungebetenen Gäste: Wespen stürzen sich im Spätsommer auf Eis, Kuchen oder Gegrilltes – und stechen zu, wenn sie gestört werden und sich bedroht fühlen. Kinder sind davon besonders häufig betroffen. Was können Eltern tun, wenn es zu einem Wespenstich bei Kindern kommt?

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Wespenstich beim Kind: Was tun?

Wurde ein Kind von einer Wespe gestochen, ist zunächst eine Maßnahme wichtig, um Schwellung und Schmerzen zu lindern: Kühlen. Dafür eignen sich Kühlpacks, feuchte Umschläge, Eiswürfel oder einfach kaltes Wasser.

Antihistaminikahaltige Gels lindern Juckreiz und können ebenfalls kühlend wirken. Bei starken Schmerzen können Sie Ihrem Kind ein altersgerechtes Schmerzmittel gegeben.

 

Wespenstich am Hals beim Kind: Notarzt rufen!

Wenn sehr starke Reaktionen zu sehen sind oder Atmungs- und Kreislaufprobleme auftreten, sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden.

Dasselbe gilt grundsätzlich bei Wespenstichen in Mund oder Hals. Um schwer zu erreichende Stellen im Hals oder Mund zu kühlen, können Sie Ihrem Kind einen Eiswürfel zum Lutschen geben, bis der Arzt die Behandlung übernehmen kann.

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Wespenstich bei Kindern vermeiden: Verhaltensregeln üben

Um künftige Wespenstichen vorzubeugen, können Sie mit Ihrem Kind einige Verhaltensregeln einüben:

  • Langsame Bewegungen: Anstatt hektisch nach der Wespe zu schlagen, sollte diese vorsichtig und langsam weggeschoben werden.
  • Essen und Trinken überprüfen: Das Trinkgefäß sollte abgedeckt sein und das Kind sollte vor jedem Schluck und jedem Bissen überprüfen, ob keine Wespe auf Gabel oder Becher sitzt. Ein Strohhalm verringert das Risiko, dass aus Versehen eine Wespe „mitgetrunken“ wird.    
  • Im Zickzack laufen: Lässt sich die Wespe nicht vertreiben oder hat das Kind große Angst, darf es fliehen – aber im Zickzack, so lässt sich die Wespe schneller „abschütteln“.
  • Süße und fleischhaltige Snacks meiden: In der Hochsaison der Wespen kann ein Lolli im Freien mehr Stress als Genuss bedeuten. Wer Kindern erklärt, dass Wespen genau wie sie Zucker lieben, erntet vielleicht Verständnis dafür, dass in dieser Zeit unterwegs möglichst geruchlose Snacks wie Brezeln oder Cracker sinnvoller sind.

Diese Tipps helfen, das Risiko für einen Wespenstich bei Kindern zu verringern – eine Garantie dafür, dass keine Wespe zusticht, gibt es aber auch bei Einhaltung all dieser Regeln nicht.

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