Wer wird denn gleich in Ohnmacht fallen...?

Saftschorle schützt vor Ohnmacht
Die häufigste Ursache für eine Ohnmacht ist Flüssigkeitsmangel. 2-3 Liter Wasser, Tees oder Saftschorlen beugen niedrigem Blutdruck vor © shutterstock

Wenn Ihnen schnell schwarz vor Augen wird, leiden Sie vermutlich unter niedrigem Blutdruck – und der ist nicht immer harmlos. Wir verraten Ihnen, was langfristig für mehr Energie sorgt.

Jetzt bloß nicht schlapp machen! Besonders Frauen kennen das – am helllichten Tag fühlen sie sich urplötzlich schwach und benommen. Manchen wird schwindelig. Andere fangen an zu zittern oder bekommen Herzrasen, manchen droht sogar ein Ohnmachtsanfall. Ursache ist meist ein zu niedriger Blutdruck, medizinisch: Hypotonie.

 

Wenn der Kreislauf verrückt spielt

Hypotonie: Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO spricht man bei Frauen von Hypotonie, wenn der Wert unter 100/60 mmHg liegt (bei Männern weniger als 110/70 mmHg). Ob es bei diesen Messwerten zu Beschwerden kommt, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Besonders empfindliche Zeitgenossen können sogar bei Werten darüber unter den Hypotonie-Symptomen leiden.

Beschwerden: Kalte Hände, Schwindel und Flimmern vor den Augen, zum Beispiel morgens beim Aufstehen, Übelkeit und Konzentrationsstörungen bis hin zu Schwindel und Bewusstlosigkeitall das sind typische Beschwerden. Betroffen sind vor allem junge, sehr schlanke Frauen. Warum der Druck hier so niedrig bleibt, ist nicht genau bekannt. Die Neigung dazu kann jedenfalls vererbt werden, und so sind häufig sowohl Mutter als auch Tochter betroffen.

Risiken: Was viele nicht wissen: Hypotonie ist durchaus nicht immer harmlos. Sie kann auch Symptom für verschiedene, zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen sein. Dazu gehören unter anderem eine Unterfunktion der Schilddrüse oder Blutarmut. Aber auch Herzklappenfehler oder gefährliche Herzschwäche können hinter den niedrigen Werten stecken. Daher ist es wichtig, bei andauernden Beschwerden zum Arzt zu gehen. Durch verschiedene Untersuchungen (zum Beispiel Belastungstests) können der tatsächliche Auslöser ermittelt und die Therapie eingeleitet werden.

 

Viel trinken, leicht genießen

Wasser und Tee: Für zu niedrigen Blutdruck und daraus resultierende Kreislaufschwäche ist Flüssigkeitsmangel die häufigste Ursache! Darum grundsätzlich 2-3 Liter pro Tag trinken und ausgeschwitzte Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Magnesium mit Brausetabletten zuführen. Auch gut: Kräuter- sowie Früchtetees und verdünnte Säfte (Schorle). Eine Tasse Kaffee vor dem Schlafengehen beugt nächtlichem Blutdruckabfall vor.

Leckere Snacks: Mittags Lust auf Curry-Wurst mit Pommes? Lieber nicht. Um so schweres Essen zu verarbeiten, braucht der Verdauungstrakt viel Blut. Das verschlechtert die Gesamtdurchblutung (vor allem die des Gehirns), wir sind schlapp und müde. Besser: leichte Snacks wie Tomatensalat mit Mozzarella oder Nudeln mit Pesto. Und ruhig salzen. Das bindet Flüssigkeit im Körper, erhöht den Druck im Kreislaufsystem!

 

Heilkräuter und Homöopathie

Niedriger Blutdruck lässt sich pflanzlich und homöopathisch gut behandeln. Hilfreiche Mittel:

Weißdorn: Hervorragend geeignet ist Weißdorn-Extrakt: Er steigert die Kraft des Herzmuskels, erhöht seine Durchblutung.

Globuli: Wer homöopathische Mittel vorzieht: Haplopappus D3 hilft bei Kreislaufschwäche, Schwindel, oder Kopfschmerzen. Tabacum D6 bei akuter Kreislaufschwäche, Herzklopfen oder Übelkeit, Schweißausbrüchen. Veratrum album D3 bei akuter Kreislaufschwäche, Herzrasen oder Übelkeit. Ihr Apotheker berät Sie in Fragen der richtigen Dosierung.

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