Wenn die Natur das Labor besiegt

rote Bete
Die Rote Bete ist reich an Nitrat und schlägt jedes Nahrungsergänzungsmittel, das zeigen jetzt unterschiedliche Studien © fotolia

Die Rote Bete enthält Nitrat, das den Blutdruck und den Sauerstoffverbrauch senkt – und die Leistungsfähigkeit besonders beim Sport erhöht. Im Rahmen einer Studie untersuchten Forscher, ob die konzentrierte Darreichform in Pillen noch besser wirken – und erlebten eine Überraschung. Was sie herausfanden, lesen Sie hier.

Rote Bete aber auch Spinat und Rhabarber enthalten in ihren Wurzeln Nitrat, das zusammen mit Vitamin C zu Nitratoxid umgewandelt wird. Die Folge: Der Blutdruck wird gesenkt, die Gefäße werden erweitert, weniger Sauerstoff verbraucht, die Durchblutung gefördert. Forscher der University Maastricht untersuchten jetzt, ob sich Säfte nitratreicher Gemüsesorten zur Anreicherung von Nitrat im Körper eignen oder ob das nur mit einem Nahrungsergänzungsmittel wie Natriumnitrat zu bewerkstelligen ist. Hintereinander tranken die Studienteilnehmer drei Gemüsesäfte, aus der Roten Bete, Spinat und Rucola und in Wasser aufgelöstes Natriumnitrat. Das erstaunliche Ergebnis: Verglichen zum Nahrungsergänzungsmittel Natriumnitrat erhöhten alle drei Gemüsesäfte den Nitratgehalt im Plasma. Zeitgleich beschäftigte sich ein Schweizer Team rund um Forschungsleiterin Flück des Institut of Sports Medicine ebenfalls mit der Frage, ob Rote-Bete-Saft effektiver wirkt als das Nahrungsergänzungsmittel Natriumnitrat. Es stellte sich heraus, dass der Rote Bete Saft den Sauerstoffverbrauch um vier Prozent mehr senkte als reines Natriumnitrat mit demselben Wirkstoffgehalt.

Forscher gehen davon aus, dass diese außergewöhnliche Wirkung mehreren Faktoren geschuldet ist. Ein Zusammenspiel von Vitamin C, Polyphenolen und Magnesium im Köper sei für die Effektivität der kleinen Knolle maßgeblich. Schlussfolgerung: Die Natur ist – zumindest in diesem Falle – einfach besser, als jedes künstlich hergestellte Nahrungsergänzungsmittel aus dem Labor.

 

Essen Sie sich gesund

Die Rote Bete ist eine kleine Wunderwaffe – sie ist reich an Nitrat, Folsäure und Vitamin B, Eisen, Kalium und Folsäure. Ihr Farbstoff Betanin senkt den Homocysteinspiegel und schützt das Herz und die Gefäße vor Verkalkung, Infarkt und Schlaganfall. Homocystein entsteht im Proteinstoffwechsel und ist ein giftiges Abfallprodukt. 

Mit einfachen Rezepten können Sie schlemmen und tun noch etwas für Ihre Gesundheit.

 

Rote Bete Suppe für 4 Personen

  • (ca. 500 Gramm) rote Bete    
  • 1/2 TL   Kümmel
  • Salz, weißer Pfeffer
  • 3 EL   Crème fraîche
  • 1 EL   geriebener Meerrettich (a. d. Glas)
  • 1/4   Apfelsaft
  • 3 EL   Gemüsebrühe 
  • Prise   Zucker
  • 4 EL   Essig (z. B. Balsamico)
  • 2 Stiel(e)   Dill     

Die Rote Bete gründlich putzen, mit Kümmel und Salz für ca. 40 Minuten kochen. Währenddessen Crème fraîche und Meerrettich verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rote Bete abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und etwas abkühlen lassen. Rote Bete schälen und in grobe Würfel schneiden. 1/2 l Wasser mit Apfelsaft vermischen, aufkochen und Brühe einrühren. Dann die Rote Bete zufügen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Danach vom Herd nehmen und gut pürieren. Anschließend können Sie alles mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken. Die Suppe mit Dill bestreuen und Crème fraîche garnieren.

Hamburg, 18. April 2016

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