Wenn die Haut SOS funkt

Rosazea nennt man die Gesichtsröte, die hauptsächlich Frauen über 40 trifft. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse über die Auslöser der Hauterkrankung. Wir verraten Ihnen, welche das sind.

„Kleine Rosenblüten" heißt die wörtliche Übersetzung von Rosazea. Was so harmlos klingt, ist eine ernste Hauterkrankung, die nur im Gesicht auftritt. Rund sechs Prozent aller Erwachsenen in Deutschland leiden an dieser schmerzhaften Krankheit. Die meisten sind Frauen: Ihre Haut ist leicht reizbar und wird schnell rot. Die verstärkte Durchblutung erweitert die Äderchen, sodass sie durch die Haut schimmern. Gleichzeitig vergrößern sich die Talgdrüsen und produzieren reichlich Hautfett. Das kann zu eitrigen Pusteln führen. Außerdem lagert das Bindegewebe Flüssigkeit ein und lässt das Gesicht aufgedunsen wirken.

 

Offenbar sind zwei Proteine die Ursache für eine Rosazea-Erkrankung

Bisher glaubte man, dass bei den Betroffenen die Durchblutung im Gesicht gestört sei. Doch jetzt gibt es neue Erkenntnisse aus den USA. Laut einer aktuellen Studie der Universität von Kalifornien in San Diego entsteht Rosazea durch die Überproduktion von zwei Eiweißstoffen. Ihre Kombination verursacht die bleibende Hautrötung. Jetzt arbeiten Forscher daran, diese Überproduktivität durch Medikamente zu stoppen. Auf die heutige Behandlung haben diese neuen Entwicklungen aber noch keine Auswirkung.

 

Stress, Sonne, Genussmittel meiden, um Rosazea vorzubeugen

Das Ziel der aktuellen Rosazea-Therapie: die Krankheit in eine Ruhephase zu bringen. Denn die Gesichtsröte kann sich für viele Jahre zurückziehen, auch wenn man die Veranlagung dafür behält. Deshalb sollten Betroffene alles vermeiden, was die Haut reizt: lange Sonnenbäder, scharfes Essen, zu viel Stress, Alkohol und Kaffee. Zusätzlich können in der Anfangsphase Cremes mit einem Antibiotikum helfen. Eine erprobte Alternative ist eine Neurodermitis-Creme. Hilft das nicht, kann der Arzt Antibiotika-Tabletten verschreiben.

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