Wenn der Atlaswirbel Migräne auslöst

Ein verschobener Halswirbel kann für Migräne verantwortlich sein
Ist der erste Halswirbel, der Atlaswirbel, verschoben, kann er Migräne auslösen © Fotolia

Wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, kann eine Massage des Atlaswirbels – die sogenannte Atlas-Therapie – erstaunliche Erfolge erzielen, etwa bei Migräne. Experte Dr. Arno Morgenstern erklärt ihre Vorteile.

Dr. Arno Morgenstern ist Orthopäde mit eigener Praxis in Korbach (Hessen) und beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Therapie am Atlas, dem ersten Halswirbel. Er behandelt Patienten nach der AtlasPROfilax-Methode.

Dr. Morgenstern, bei Ihrer Behandlung bringen Sie den Atlaswirbel in seine richtige Position. Warum ist er überhaupt verschoben?

Dr. Morgenstern beschäftigt sich mit der Atlas-Therapie
Dr. Arno Morgenstern beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Atlas-Therapie© privat

Warum das so ist, wissen wir nicht genau. Was wir aber wissen: Der Atlaswirbel ist bei fast jedem Menschen verschoben – beim einen mehr, beim anderen weniger. Und durch Traumata, zum Beispiel den Geburtsvorgang, einen Auffahrunfall, einen kleinen Sturz, kann der Atlaswirbel von einer schlechten Position in eine noch schlechtere geraten. Es gibt Menschen, die können diese Fehlstellung gut kompensieren. Viele haben dadurch jedoch gesundheitliche Probleme.

Können Sie Beispiele nennen?

Ein Klassiker sind Kopfschmerzen und Migräne. Aber auch mit Verdauungsstörungen, Rückenproblemen, Tinnitus oder Kiefergelenkschmerzen kommen viele Patienten zu mir. Kinder haben meist andere Sorgen: Sie können nicht richtig zeichnen, schreiben, lesen oder rechnen. Schuld ist eine gestörte links-rechts-Koordination durch den verschobenen Atlaswirbel. Die kommt übrigens auch bei Erwachsenen vor, sie können dann oft nicht auf einem Bein stehen.

Ein Atlaswirbel und so viele unterschiedliche Symptome – wie kann das sein?

Zum einen, weil in der Region rund um den Atlaswirbel viele Nerven sitzen, die eine direkte Verbindung zum Gehirn haben. Zum anderen muss seine Fehlstellung von der kompletten Wirbelsäule abgefangen werden. Das kann Auswirkungen auf den gesamten Körper haben, weil zum Beispiel auch einige Organe an Wirbeln aufgehängt sind.

Sie verwenden ausschließlich die AtlasPROfilax-Methode. Was macht sie so besonders?

Ich habe bereits einige Praktiken kennengelernt. Aber diese Methode ist die einzige, bei der der Halswirbel wirklich in seine anatomisch korrekte Position gelangt und dort bleibt. Bei anderen Techniken stellte sich kurz eine Besserung der Symptome ein, sie kamen aber wieder zurück. Noch viel wichtiger finde ich aber: Die AtlasPROfilax ist völlig frei von Risiken, weil wir ohne Impuls arbeiten, also ohne Bewegung des Kopfes oder Halses. Stattdessen setzt unsere Massagetechnik nur an bestimmten Muskelstellen an, um den Wirbel in Position zu bringen.

 

Die Atlas-Therapie: Hilfe bei Migräne, Schwindel und Rückenschmerzen

 


Nadine Schönemann überwand erst sieben Berge und hatte danach endlich keine Migräne mehr

Nadine Schönemann hat keine Migräne mehr dank Atlas-Therapie
Nadine Schönemanns Migräne ist geheilt – dank der Atlas-Therapie© privat

Schon seit meiner Jugend litt ich gelegentlich unter Migräne-Schüben. Nach meiner Schwangerschaft kamen die Anfälle allerdings so oft und heftig, dass nur noch starke Medikamente halfen. Als ich Dr. Morgenstern während einer Veranstaltung davon erzählte, war sein Kommentar: „Ein Klassiker! Bestimmt sitzt Ihr Atlaswirbel nicht richtig.“ Ich war neugierig, ob da was dran sein könnte, und vereinbarte einen Termin bei ihm. Er tastete meinen Nacken ab und prüfte die Beweglichkeit meines Kopfes – der Atlaswirbel war wirklich verschoben. Dann begann er seine Behandlung mit einem speziellen Massagegerät. Schon nach zehn Minuten war er fertig. Ich hatte mir den Vorgang spektakulärer vorgestellt. Es folgten zwei Wochen permanenter Druck im Kopf und pure Erschöpfung. Bei meiner Nachuntersuchung berichtete ich Dr. Morgenstern enttäuscht davon. Seine Erklärung: „Über die sieben Berge, die Sie bis zu Ihrer Behandlung hergekommen sind, müssen Sie auch wieder zurück. Ihr Körper hat jahrelang die falsche Position des Atlas kompensieren müssen – alles hatte sich angepasst, um die Fehlstellung auszugleichen. Jetzt, wo der Halswirbel korrekt sitzt, muss sich Ihr ganzer Organismus neu sortieren. So etwas dauert eben ein paar Tage.“ Das klang logisch. „Hatten Sie denn wieder einen Migräne-Schub?“ „Jetzt, wo Sie fragen ... Nein!“ Und an dieser Antwort hat sich bis heute nichts geändert.

Gut zu wissen: Die Behandlung muss nur einmal durchgeführt werden und kostet inklusive Nachsorge und Massage 180 Euro (für Kinder 120 Euro). Zertifizierte AtlasPROfilax-Therapeuten findet man auf der Homepage: www.atlasprofilax.ch

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