Cellulite-Behandlung in 20 Minuten

Verena Elson

Dreimal pro Woche 20 Minuten trainieren – und schon nach acht Wochen ist weniger Cellulite zu sehen, zeigt eine Studie. PraxisVITA erklärt die Cellulite-Behandlung.

Weniger Cellulite in acht Wochen – das verspricht ein 20-minütiges Fitnessprogramm, das dreimal pro Woche durchgeführt werden sollte. Entwickelt wurde die Cellulite-Behandlung von Wayne Westcott, einem US-amerikanischen Wissenschaftler und Fitness-Experten.

In einer kleinen Studie überprüfte Westcott die Wirksamkeit des Trainingsprogramms: 16 Frauen im Alter zwischen 26 und 66 führten es für acht Wochen durch. Nach diesem Zeitraum gaben alle Probandinnen an, dass ihre Cellulite zurückgegangen war, 70 Prozent berichteten sogar von einem starken Rückgang. Und so funktioniert die Cellulite-Behandlung:

 

Schritt 1: Ausdauertraining

Wärmen Sie sich zwei Minuten lang mit moderatem Laufen, Fahrrad fahren oder Treppensteigen auf. Erhöhen Sie die Intensität für acht Minuten. Das Training sollte so anstrengend sein, dass Ihr Atem tiefer wird, Sie aber noch in der Lage sind, kurze Sätze zu sprechen. Anschließend lassen Sie wieder nach und setzen das Training für weitere zwei Minuten in moderater Intensität fort.

Ausdauersport gegen Cellulite
Schritt 1 der Cellulite-Behandlung: Ausdauertraining © istock/Ridofranz
 

Schritt 2: Krafttraining:

Dieser Teil des Trainings besteht aus fünf verschiedenen Übungen, die alle 10 bis 15 mal durchgeführt werden. Sie benötigen dazu Gewichte, die schwer genug sind, um Ihre Muskeln zu ermüden – das ist der Fall, wenn Sie nach Abschluss der Übungen das Gefühl haben, keine weitere Wiederholung zu schaffen. Wenn 15 Durchgänge kein Problem sind, sollten Sie das Gewicht leicht steigern. Führen Sie die unten beschriebenen Übungen langsam durch.

Übungen mit Gewichten
Schritt 2 der Cellulite-Behandlung: Krafttraining © istock/PeopleImages
 

Schritt 3: Dehnen

Auf jede Kraftübung folgt einen Dehnung des gerade beanspruchten Muskels. Jede Dehnung wird einmalig für 20 Sekunden durchgeführt (Dehnübungen unten beschrieben).

Dehnen gegen Cellulite
Schritt 3 der Cellulite-Behandlung: Dehnen © istock/PeopleImages
 

Kniebeugen

Stellen Sie sich mit dem Rücken zu einem Stuhl, die Füße schulterweit auseinander. Halten Sie in beiden Händen Gewichte, die Handflächen zeigen nach innen. Beugen Sie sich mit geradem Rücken nach unten, als wollten Sie sich hinsetzen. Wichtig dabei: Die Knie dürfen nicht über die Fußspitzen hinausreichen. Stoppen Sie, kurz bevor Sie den Stuhl berühren und stehen wieder auf.

Die passende Dehnübung: Legen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken. Verwenden Sie ein Handtuch oder Seil, um die Beine nacheinander Richtung Brust zu ziehen.

 

Ausfallschritt

Stellen Sie sich hin, die Füße dicht beieinander. Die Gewichte werden wieder auf beiden Seiten des Körpers gehalten, mit den Handflächen nach innen. Machen Sie mit Ihrem rechten Fuße einen großen Schritt nach vorne. Stellen Sie den rechten Fuß auf und senken das linke Knie dann langsam ab. Das rechte Bein sollte einen rechten Winkel bilden, der Rücken gerade sein. Stemmen Sie den rechten Fuß in den Boden und drücken sich selbst hoch in die Ursprungsposition. Führen Sie dieselbe Übung mit dem linken Bein durch.

Die passende Dehnübung: Ziehen Sie im Stehen sanft Ihren rechten Fuß Richtung Po – mit dem linken Bein wiederholen.

 

Stepper-Übung

Stellen Sie sich mit beiden Beinen auf einen Stepper. Die Gewichte werden wie zuvor seitlich des Körpers gehalten. Während der linke Fuß stehen bleibt, bewegt sich der rechte nach hinten vom Stepper herunter. Bevor der rechte Fuß den Boden berührt, bringen Sie ihn wieder nach oben, indem Sie Druck auf den linken Fuß ausüben. Nach 10-15 Wiederholungen den Fuß wechseln.

Die passende Dehnübung: Legen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken und ziehen Ihre Knie mit den Händen abwechselnd Richtung Brust.

 

Beine stärken mit dem Theraband

Binden Sie ein Theraband (Sportgeschäft, etwa 12 Euro) locker über Ihren Knien zusammen. Legen Sie sich auf den Rücken, die Arme sind neben dem Körper ausgestreckt. Strecken Sie nun beide Beine direkt über Ihren Hüften nach oben – dabei die Beine soweit spreizen, dass das Band straff ist. Ziehen Sie nun langsam Ihre Beine so weit Sie können auseinander. Pausieren Sie, wenn der Druck zu groß wird, um weiter in die Dehnung zu gehen, dann schließen Sie die Beine wieder.

Die passende Dehnübung: Legen Sie sich auf den Rücken und legen den rechten Knöchel auf das linke Knie. Ziehen Sie nun Ihr linkes Bein mit den Händen Richtung Brust.

 

Beinübung mit dem Gymnastikball

Legen Sie sich auf den Rücken, die Arme sind neben dem Körper ausgestreckt. Beugen Sie Ihre Knie leicht und strecken Ihre Beine so weit, dass sie einen 90-Grad-Winkel mit dem Körper bilden. Platzieren Sie nun einen Gymnastikball zwischen Ihren Knien. Drücken Sie Ihre Beine langsam so fest es geht zusammen, gegen den Widerstand des Balls. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Knie leicht gebeugt bleiben. Wenn Sie die Beine nicht weiter zusammendrücken können, halten Sie für drei Sekunden – gehen Sie dann langsam zurück in die Startposition.

Die passende Dehnübung: Setzen Sie sich auf den Boden, die Fußsohlen berühren sich. Legen Sie die Hände auf die Oberschenkel, die Knie fallen nach außen. Nun beugen Sie den Oberkörper nach vorne.

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