Weltkatzentag: Katzenmenschen sind intelligenter

Verena Elson

Am 8. August ist der Internationale Tag der Katze. Wer sich über diese Nachricht besonders freut, gehört vermutlich zu den Katzenmenschen. Und für die gibt es jetzt noch einen Grund zur Freude: Sie sind im Schnitt intelligenter als Hundemenschen.

Eine Frau kuschelt mit ihrer Katze
Katzenmenschen sind im Schnitt intelligenter, introvertierter und aufgeschlossener als Hundemenschen Foto:  iStock/martin-dm

In einer 2014 veröffentlichten Studie zu Persönlichkeitstypen von Hunde- und Katzenmenschen befragten Psychologen der Carroll University in Waukesha (Wisconsin) 418 Studenten zu ihren Haustiervorlieben – speziell dazu, ob sie lieber Katzen oder Hunde mögen und welche Eigenschaften sie an ihrem Haustier am attraktivsten finden.

60 Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als Hundemenschen, elf Prozent hielten sich für Katzenmenschen. Alle anderen Befragten gaben an, beide oder keine der beiden Tierarten zu mögen.

Hundemenschen war die Kameradschaft mit ihrem vierbeinigen Freund am wichtigsten. Katzenmenschen schätzten vor allem die Zuneigung, die ihr Haustier ihnen entgegenbrachte.

 

Hunde- und Katzenmenschen: Unterschiedliche Persönlichkeiten

Hundemenschen sind laut der Auswertung im Schnitt lebhafter, energiegeladener und kontaktfreudiger als Katzenmenschen und tendieren eher dazu, sich an Regeln zu halten.

Katzenmenschen sind laut der Auswertung introvertierter, aufgeschlossener und sensibler als Hundemenschen. Zudem tendieren sie dazu, Nonkonformisten zu sein und sich mehr an der Zweckmäßigkeit einer Handlung als an Regeln zu orientieren.

Eine weitere Erkenntnis der Studie könnte die Rivalität zwischen Hunde- und Katzenmenschen besonders befeuern: Katzenmenschen schnitten in der Studie bei Intelligenztests besser ab als Hundemenschen.

Eine Frau umarmt einen Hund
Service Das passiert, wenn man einen Hund umarmt

 

Katzenliebe oder Hundeliebe: Woher kommen die Unterschiede?

Ein Teil der Erklärung für die Persönlichkeitsunterschiede könnte in den unterschiedlichen Umgebungen liegen, die Katzen- und Hundemenschen bevorzugen, sagt Studienautorin Denise Guastello. „Es macht Sinn, dass Hundemenschen lebhafter sind und rausgehen wollen, mit Menschen sprechen und ihren Hund mitnehmen“, erklärt sie. „Wenn man dagegen introvertiert und sensibel ist, ist man vielleicht eher zu Hause und liest ein Buch, und mit einer Katze muss man nicht rausgehen.“

Möglicherweise tendieren wir auch dazu, einen vierbeinigen Kameraden zu wählen, der uns charakterlich ähnlich ist, so Guastello. Katzen gelten beispielsweise als unabhängige Einzelgänger. „Wenn man selbst so ist, schätzt man diese Eigenschaft auch an Tieren – ein solches Tier ist ein passenderes Gegenstück“, erklärt die Studienautorin.

In einer Eigenschaft scheinen sich die Mensch-Tiergespanne allerdings nicht ganz so ähnlich zu sein: Laut einer 2017 veröffentlichten Hunde- und Katzenstudie von Forschern der Vanderbilt University in Tennessee sind Hunde intelligenter als Katzen.

Quellen:
Guastello, D. (2014): Personality Differences between Dog People and Cat People, in: Human-Animal Interaction Bulletin.

Jardim-Messeder, Débora, et al. (2017): Dogs have the most neurons, though not the largest brain: trade-off between body mass and number of neurons in the cerebral cortex of large carnivoran species, in: Frontiers in neuroanatomy.

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