Welches Deo gegen starkes Schwitzen?

Deos enthalten natürliche Mineralkristalle
Ein Deo gegen starkes Schwitzen enthält natürliche Mineralkristalle, die besonders hautfreundlich sind © Fotolia

Schwitzen unter den Achselhöhlen – das lässt sich gerade an warmen Sommertagen kaum vermeiden. Oft wird der Schweiß mit einem Deo gegen starkes Schwitzen bekämpft. Wir haben viele Deos für Sie getestet.

 

Kristall-Deos

Natürliche Mineralkristalle hemmen die Schweißbildung, ohne dabei die Poren zu verstopfen. Dadurch sind sie besonders hautverträglich. Außerdem schützen sie den ganzen Tag zuverlässig vor Schweißflecken und unangenehmem Geruch. Die Anwendung der Kristall-Sticks ist gewöhnungsbedürftig, da der feuchte Stein direkt über die Haut gerieben wird. Das reizt vor allem kurz nach der Rasur. Zudem ist dieses Deo gegen starkes Schwitzen geruchsneutral – der gewünschte Frischeeffekt bleibt somit aus. Der Alva Kristall Deo-Roll on (ca. 4 Euro) ist praktisch in der Anwendung. Optimalen Schutz bietet Murnauers Kristall Deo Stick (ca. 3 Euro). Der Sante Kristall Deo Stick (ca. 7,30 Euro) enthält keinen Alkohol und ist besonders hautfreundlich.

 

Antitranspirants

Die Anti-Schwitz-Deos lassen die Schweißbildung bei regelmäßiger Anwendung schon nach ein paar Tagen merklich zurückgehen. Die Achseln bleiben trocken und frisch. Da man nur kleine Mengen von dem Deo gegen starkes Schwitzen braucht, halten sie lange. Die Deo-Cremes ziehen nur langsam ein. Daher hinterlassen sie leicht Flecken auf der Kleidung. Weiterer Nachteil: Empfindliche Haut ist schnell gereizt, brennt und juckt. Die angepriesene Wirksamkeit über mehrere Tage bleibt aus. Vichy Deodorant Creme (ca. 7 Euro) und das SyNeo 5 Deo Antitranspirant (ca. 11 Euro) überzeugen durch lang anhaltende Schweißminderung. Das Seven Days Deo-Antitranspirant (ca. 15 Euro) hilft zuverlässig gegen Schweiß und Körpergeruch.

 

Mineral-Sprays

Die enthaltenen Mineralien, Vitamine und Pflanzenöle versorgen trockene, strapazierte Haut mit ausreichend Feuchtigkeit. Zudem schützen sie effektiv vor Schweißbildung. Besonders geeignet bei sensibler Haut. Ihr Duft ist angenehm leicht. Wer natürlichen Schutz erwartet, wird enttäuscht: Die Mineralstoffe, mit denen geworben wird, sind nur in sehr kleinen Mengen vorhanden. Die Sprays haben genauso viele chemische Inhaltsstoffe wie ein herkömmliches Deo gegen starkes Schwitzen. Garnier Mineral Ultra Dry (ca. 2 Euro) schützt selbst unter extremen Bedingungen wie Stress und Hitze. Rexona Women Nutritive (ca. 2 Euro) pflegt sensible Achselhaut. Nivea Calm and Care (ca. 2,50 Euro) duftet den ganzen Tag besonders frisch.

 

Sanfte Deos

Das Deo gegen starkes Schwitzen für sensible Haut überzeugt durch gute Leistung für kleines Geld. Selbst beim Sport schützen sie vor schlechtem Geruch und starkem Schwitzen. Außerdem hinterlassen sie keine hässlichen Flecken auf der Kleidung. Den versprochenen 24-Stunden- Schutz können alle drei Produkte nicht bieten. Ihr stark parfümierter Duft kann schnell aufdringlich wirken. Wendet man die Deos gegen starkes Schwitzen mehrmals täglich an, können sie die Haut austrocknen. Beim Ombia Deo Spray Original (ca. 1,50 Euro) genügt ein Sprühstoß, um sich lange angenehm frisch zu fühlen. Balea Soft and Pearls (ca. 0,90 Euro) und Dusch das Fresh Care (ca. 1,30 Euro) bewahren selbst bei Anstrengung vor Schweißflecken.

 

Schwitzen: Fünf Mythen

Nimmt man durch den Flüssigkeitsverlust ab?

Trinken nach Sport
Bei einer zu hohen Flüssigkeitszufuhr werden zusammen mit der „überflüssigen“ Wassermenge wertvolle Mineralien ausgeschwemmt© Fotolia

Leider nicht. Das Schwitzen beim Sport ist nur Ausdruck intensiver Muskelarbeit, die Wärme erzeugt. Damit es im Körper nicht zur Überhitzung kommt, wird kühlendes Wasser an die Hautoberfläche transportiert – wir schwitzen. Über Fettverbrennung oder Kalorienverbrauch sagt das nichts aus. Ob man abnimmt, entscheidet die Energiebilanz des Körpers: Verbrauchen wir mehr, als wir zuführen, verlieren wir Gewicht. Schwitzt man viel, hat der Körper nur gut gelernt, sich zu kühlen.

Wer transpiriert, der riecht?

Ja und nein. Zwar besteht die Hautausdünstung hauptsächlich aus Wasser und Salz und ist somit geruchlos. Der Mief, den wir mit Schweiß verbinden, ist dennoch keine Einbildung. Er entsteht, wenn die Flüssigkeit auf Bakterien trifft, die auf Haut oder Kleidung sitzen. Zersetzen diese Bakterien den Schweiß, kommt es zu unangenehmem Geruch.

Nach Schweißausbrüchen viel trinken?

Stimmt nicht! Der Körper kann nur etwa 0,8 Liter Flüssigkeit pro Stunde verarbeiten. Bei einer zu hohen Flüssigkeitszufuhr werden zusammen mit der „überflüssigen“ Wassermenge wertvolle Mineralien ausgeschwemmt.

Reinigt Schwitzen den Körper von innen?

Nein. Unser Körper entgiftet sich selber über die Niere und die Leber. Schwitzen dient dem Körper zur Regulation der Temperatur, nicht, um sich von Giftstoffen oder Schlacken zu reinigen.

Frau schwitzt beim Sport
Schwitzen allein sagt nichts über den Fitnesszustand aus, weil jeder Mensch anders schwitzt. Aber: Je trainierter eine Person ist, desto effektiver schwitzt sie© Fotolia

Viel Sport, viel Schweiß?

Nicht unbedingt. Schwitzen allein sagt nichts über den Fitnesszustand aus, weil jeder Mensch anders schwitzt. Aber: Je trainierter eine Person ist, desto effektiver schwitzt sie. Durch regelmäßigen Sport werden nicht nur Muskelmasse und Ausdauer verbessert, sondern auch das körpereigene Kühlsystem wird leistungsstärker. Ein Sportler schwitzt deshalb schneller, seine trainierten Schweißdrüsen können aber die Flüssigkeitsabgabe – und damit auch die Körpertemperatur – besser regulieren.

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