Welcher Rückenschmerz-Stress-Typ bin ich?

Redaktion PraxisVITA

Jeder Mensch ist anders, und jeder Rücken reagiert anders auf Stress. Finden Sie anhand unseres Tests heraus, was Ihren Rücken ganz besonders stresst und wie Sie ihm am besten helfen können. Oft trifft nicht nur ein Stressmuster auf uns zu, sondern gleich mehrere. In diesem Fall kombinieren Sie die Hilfe-Tipps.

Der Schmerz befindet sich im unteren Rücken. Oft sren wir ihn erst richtig, wenn wir den Oberkörper nach vorn beugen. Er kann ins Gesäß ausstrahlen oder mit Knieproblemen kombiniert sein. Typisch für: Menschen, die sich ständig beweisen müssen oder wollen, unter hohem Leistungsdruck stehen und versuchen, sich sehr aufrecht zu halten.

 Typ: Neigt dazu, sich in schwierigen Situationen übertrieben gerade zu halten, sich zu versteifen

 Erklärung: Eine Daueranspannung der langen Rücken- und Gesäßmuskeln führt zum Hohlkreuz, zurückgezogenen Schultern und einer Rückwärtsbewegung des Oberkörpers.

Rückenschmerzen
Auch Kopfschmerzen lassen sich auf rückenbedingte Verspannungen zurückführen© iStock

 Das kann ich tun: Mithilfe eines Alexander-Technik die eigenen Bewegungsabläufe bei Stress bewusst machen und gezielt gegensteuern. Den Oberkörper mehrmals am Tag nach vorne unten hängen lassen mit dem Ziel, mit den Händen möglichst nah an die Füße zu kommen. Muskeln und Faszien massieren.

 Die Schmerzen sind besonders stark an den Schultern manchmal kombiniert mit Kopfschmerzen. Typisch für: Menschen, die am Schreibtisch arbeiten, viel frieren, sich von den Anforderungen ihres Alltags bedroht fühlen, ständig auf der Hut und abwehrbereit sind.

Typ: Neigt dazu, die Schultern hochzuziehen

Erklärung: Die ständige Anspannung des Trapezmuskels bewirkt, dass die Schultern nach oben gezogen werden und sich nicht mehr entspannen können. Die Folge: Verspannung in der gesamten Rücken- und Schultermuskulatur.

Das kann ich tun: Sich nach stressigen Situationen bewusst aufrichten, lang machen, recken und strecken. Muskeln und Faszien dehnen, für W ärme und gute Durchblutung an Hals und Nacken sorgen sowie Shiatsu.

Rückenschmerzen
Depressionen und Traurigkeit können eine Ursache von Rückenschmerzen sein© iStock

Die Schmerzen sind im Nacken lokalisiert und können mit Bauch- oder Herzschmerzen, aber auch Schluck- oder Atembeschwerden kombiniert sein. Typisch für Menschen, die viel Last und Sorgen mit sich herumtragen und häufig niedergeschlagen und hoffnungslos sind.

Typ: Neigt zu einer gebeugten Haltung, krümmt sich unter der Last, grübelt viel und macht sich Sorgen

 Erklärung: Der ständig angespannte kleine Brustmuskel bewirkt, dass die Schultern nach vorn gezogen werden und der Rücken gekrümmt ist.

 Das kann ich tun: Durch Meditation, Achtsamkeitstraining oder Yoga lernen, Körper und Geist zu öffnen, loszulassen, die eigene Größe und Freiheit zu entdecken. Besonders effektiv: Gehmeditation in den Alltag einbauen (auf gre Schritte achten, bewusst abrollen), Atemübungen (tief atmen, den Brustkorb weit öffnen).

 Die Schmerzen sind meist im oberen Rücken und Nacken lokalisiert und treten (oft zeitversetzt) nach heftigen Diskussionen, Streitigkeiten oder intensiven, leidenschaftlichen Auseinandersetzungen auf. Sie können in die Schultern ausstrahlen und kombiniert sein mit Muskelzittern in Armen und Beinen.

Rückenschmerzen
Streit belastet nicht nur Beziehungen, sondern kann auch Rückenschmerzen und andere Beschwerden begünstigen© iStock

Typ: Neigt dazu, sich in Rage zu reden, in die Luft zu gehen

Erklärung: Wut oder leidenschaftliches Engagement bewirken eine heftige Anspannung der gesamten Oberkörpermuskulatur und kann außerdem dazu führen, dass wir den Oberkörper nach vorn beugen  – und quasi in Angriffshaltung gehen.

Das kann ich tun: So viel Bewegung wie möglich, um die Stresshormone niedrig zu halten. Optimal: Qualitatives, anstrengendes Training mit Ausdauer- und Entspannungseinheiten wie Yoga abwechseln. Myroreflextherapie.

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