Welche Ursachen hat eine Polyneuropathie?

Aus der Serie: Polyneuropathie

Weil Polyneuropathie ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten ist, können auch die Auslöser unterschiedlich sein. Die häufigsten Ursachen sind in Deutschland die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie Alkoholabhängigkeit. In Entwicklungsländern dagegen kommen Polyneuropathien durch Mangelernährung viel häufiger vor. Weitere mögliche Polyneuropathie-Ursachen sind Vergiftungen und ansteckende Krankheiten. Und nicht selten kann gar keine Ursache gefunden werden – Mediziner sprechen dann von idiopathischer Polyneuropathie.

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist häufig, in den meisten Fällen handelt es sich um einen Typ-2-Diabetes, im Volksmund auch „Altersdiabetes“ genannt. Schätzungen zufolge leiden von 100 Typ-2-Diabetikern bis zu 50 an diabetesbedingten Nervenerkrankungen. Diabetes ist daher eine sehr häufige Polyneuropathie-Ursache.

Eine diabetische Polyneuropathie kann auf verschiedenen Wegen entstehen

  • Ein nicht gut eingestellter Blutzuckerwert schädigt auf die Dauer die Blutgefäße. So werden unter anderem auch die Nerven nicht mehr mit genügend Nährstoffen versorgt und gehen zugrunde.
  • Durch den erhöhten Blutzuckerwert stellt der Körper seinen Stoffwechsel um. Die hierdurch entstehenden Stoffwechselprodukte können teilweise Nerven schädigen.