Welche Ursachen haben kalte Füße?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Ursachen von kalten Füßen sind sehr zahlreich. Häufig entstehen sie durch eine mangelhafte Durchblutung. Dafür verantwortlich sind meist verengte Gefäße oder ein zu geringer Blutdruck. An den körperfernen Stellen (Akren) macht sich der Mangel als erstes bemerkbar und führt zu kalten Füßen oder kalten Händen. Zu einem Sauerstoffmangel des Gewebes kann es erst bei einem fast vollständigen Verschluss vieler Gefäße kommen.

 

Ursachen für kalte Füße

In der überwiegenden Zahl der Fälle müssen die Füße aufgrund der Außentemperaturen in dicke Socken oder gefütterte Schuhe gesteckt werden, um nicht kalt zu werden. Ursache ist, dass bei Kälte der Körper die Gefäße enger stellt. Die geringere Durchblutung empfinden wir als kalte Füße. Warum der Körper in dieser Weise auf Kälte reagiert, wird erst bei tieferen Temperaturen verständlich. Die Körpermitte ist die am besten durchblutete Region des Körpers, da hier die lebenswichtigen Organe liegen. Durch die Nähe zum Herz kann das Blut auf kurzen Wegen, in großen Blutgefäßen und mit wenig Aufwand in die Organe fließen. Am weitesten davon entfernt sind die Hände und die Füße. Bei extremer Kälte würde es den Körper zu viel Wärme und Energie kosten, um die Füße weiter warm zu halten. Die Wärme wird vielmehr in den lebenswichtigen Organen benötigt, da sonst ihr Stoffwechsel zum Erliegen käme. Dem Wärmeverlust wird mit verengten Gefäßen begegnet, was wir als kalte Füße wahrnehmen.

Auch nasse Füße werden rasch zu kalten Füßen. Die Ursache liegt in den Eigenschaften des Wassers. Wasser kann Wärme nur schlecht speichern und verliert sie schnell an die Umgebung. Die Körperwärme wird daher von der Nässe genauso schnell wieder abgegeben, wie sie aufgenommen wurde.

Vor allem junge Frauen leiden häufig an einer Krankheit, die eigentlich keine ist: niedriger Blutdruck (Hypotonie). Nachweislich senkt niedriger Blutdruck das Risiko, eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zu erleiden. Vornehmlich in der kälteren Jahreszeit kann der niedrige Blutdruck jedoch eine Ursache von kalten Füßen sein. Bei älteren Menschen kann niedriger Blutdruck aber auch verengte Gefäße oder ein schwaches Herz als Ursache haben.

Eine Vielzahl von Erkrankungen führt mit der Zeit zu Gefäßveränderungen, was sich in den Beinen mit schlecht durchbluteten, kalten Füßen bemerkbar macht. Durch die umgangssprachliche Arterienverkalkung (Arteriosklerose) werden die Gefäße enger. Das Ergebnis sind Durchblutungsstörungen, die sich unter anderem als kalte Füße äußern. Eine der weitaus häufigsten Ursachen für kalte Füße ist hierbei das Rauchen. Der Konsum von Tabakwaren kann zur sogenannten Schaufenster-Krankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK) führen. Nach und nach verschließen sich die Blutgefäße in den Beinen, bis es letztendlich zu einem Sauerstoffmangel in der Muskulatur kommt. Auch erhöhte Zuckerwerte sind eine Ursache von Gefäßschäden. Sämtliche Organe können bei Diabetes mellitus von den verengten Gefäßen betroffen sein.

Manche Formen von Rheuma verursachen Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und führen so zu Verengungen. Auf diese Weise stellt Rheuma ebenfalls eine Ursache für kalte Füße dar. Eine Sonderform der rheumatischen Erkrankungen ist das Raynaud-Phänomen. Hierbei kommt es zu Verkrampfungen der Gefäßmuskulatur. Die Auslöser sind vielfältig, am häufigsten tritt es jedoch bei Kälte auf. Obwohl das Raynaud-Phänomen häufiger die Hände betrifft, kann es gleichermaßen eine Ursache für kalte Füße sein.

Bei weit fortgeschrittener Unterernährung schwindet das isolierende, wärmende Unterhaut-Fettgewebe. Der Verlust der Wärme äußert sich als Kälteempfinden und wird zuerst an den Händen und Füßen bemerkt.

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