Welche Grippe-Behandlung bietet sich an?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine wirkliche Grippe-Behandlung mit Medikamenten, welche die Ausbreitung des Influenzavirus eindämmen, wird der Arzt nur bei Menschen empfehlen, bei denen ein deutlich erhöhtes Risiko eines schweren Grippe-Verlaufs besteht.

 

Welche Mittel zur Grippe-Behandlung?

Zu ihnen zählen ältere Menschen über 60 Jahre, Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie beispielsweise einer HIV-Infektion oder Diabetes mellitus, sowie schwangere Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel.

Grundsätzlich wirken antivirale Grippe-Medikamente in der Grippe-Behandlung nur dann, wenn Betroffene die Einnahme spätestens zwei Tage nach Krankheitsbeginn starten. Sie können dann die Schwere des Grippe-Verlaufs abmildern und die Dauer um bis zu einem Tag verkürzen. Werden Sie danach eingenommen, so bleiben sie bei der Grippe-Behandlung weitgehend wirkungslos. Mitunter werden antivirale Grippe-Medikamente auch eingenommen, um einer Erkrankung vorzubeugen, beispielsweise dann, wenn eine nahstehende Person bereits an Grippe erkrankt ist.

 

Medikamente zur Grippe-Behandlung

Diese antiviralen Grippe-Medikamente, sogenannte Virostatika, setzt der Arzt für die Grippe-Behandlung ein:

  • Oseltamivir
  • Zanamivir
  • Amantadin
  • Rimantidin (nicht in Deutschland erhältlich)

Die Nebenwirkungen der Medikamente für die Grippe-Behandlung ähneln den eigentlichen Grippe-Symptomen. Sowohl für Betroffene als auch den Arzt ist daher schwer zu unterscheiden, was unerwünschte Medikamentenwirkung ist und was tatsächliches Grippe-Symptom.

Die beste Grippe-Behandlung ist der Schutz vor einer Ansteckung
Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die beste Grippe-Behandlung ist daher immer der Schutz vor einer Ansteckung durch das Influenzavirus© Fotolia

Treten begleitend zur Grippe bakterielle Infektionen der Atemwege auf, so können in der Grippe-Behandlung auch Antibiotika zum Einsatz kommen. Sie wirken nicht gegen das Influenzavirus, dafür aber gegen begleitende Bakterieninfektionen. Darüber hinaus können Betroffene fiebersenkende Medikamente wie beispielsweise Paracetamol einnehmen.

Obgleich die Wirksamkeit von Hausmitteln in der Grippe-Behandlung  bis heute nicht erwiesen ist, kann es sich dennoch lohnen diese anzuwenden, und sei es nur, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Es spricht also nichts dagegen, heiße Tees, Hühnerbrühe und Co. zu probieren!

 

Wichtige Maßnahmen bei der Grippe-Behandlung

Die beste Grippe-Behandlung ist aber immer der Schutz vor einer Ansteckung durch das Influenzavirus. Deshalb gilt, folgende Ratschläge zu beherzigen:

  • Waschen Sie Ihre Hände täglich mehrmals. Wasser und normale Seife reichen dazu aus.
  • Versuchen Sie sich nicht mit den Händen möglichst wenig ins Gesicht zu fassen, vor allem nicht an Mund, Nase oder Augen. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Grippe zu infizieren, ist groß, wenn Sie vorher einen  Gegenstand angefasst haben, der mit Grippe-Viren belastet war.
  • Trinken Sie nur aus Tassen oder Flaschen, aus denen andere noch nicht getrunken haben.
 

Vorsicht, Ansteckungsgefahr

Falls Sie bereits an Grippe erkrankt sind, sollten Sie darauf achten, andere Menschen nicht anzustecken. Mit diesen Tipps halten Sie das Infektionsrisiko für Ihre Umgebung geringer:

  • Vermeiden Sie es, Menschen die Hand zu geben, sie zu umarmen und zu küssen.
  • Wenn Sie husten oder niesen müssen, sollten Sie Mund und Nase durch ein Papiertaschentuch bedecken.
  • Benutzte Taschentücher sollten Sie umgehend entsorgen, damit andere sie nicht berühren können.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, vor allem nachdem Sie Taschentücher benutzt haben.
  • Nutzen Sie Papiertaschentücher und keine Stofftaschentücher.
Vorbeugung
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