Welche Bronchitis-Behandlung hilft am besten?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Die Bronchitis-Behandlung hängt von ihrer Ursache ab. Die typische Erkältungsbronchitis bei sonst gesunden Menschen heilt in den meisten Fällen ganz von allein aus.

 

Für die Bronchitis-Behandlung eignen sich Hausmittel

Sich schonen, ausreichend trinken und bewährte Hausmittel – wie Inhalieren mit ätherischen Ölen, feuchte Brustwickel, schleimlösende Tees aus Thymian, Efeu oder Primel – unterstützen die Heilung im Rahmen einer Bronchitis-Behandlung.

 

Antibiotika bei der Bronchitis-Behandlung selten wirksam

Da sie meist von Viren verursacht wird, sind Antibiotika (Bakterien-abtötende Medikamente) bei der Bronchitis-Behandlung nur in seltenen Fällen wirksam. Bei Menschen, die an einer Lungenerkrankung leiden (z. B. einer chronischen Bronchitis oder einer Mukoviszidose) oder abwehrgeschwächt sind, kann eine Behandlung der akuten Bronchitis mit einem Antibiotikum hingegen sinnvoll sein. Manchmal kommt zu der Virusinfektion nämlich eine sogenannte „Superinfektion“ mit Bakterien hinzu, die von einem geschwächten Körper kaum ohne Hilfe abgewehrt werden kann.

Thymian-Tee zur Bronchitis-Behandlung
Ein schleimlösender Tee aus Thymian unterstützt die Heilung im Rahmen der Bronchitis-Behandlung© Fotolia
 

Bronchitis-Behandlung lindert die Symptome

Grundsätzlich gilt für eine akute Bronchitis: Patienten mit Risikofaktoren – dazu zählen Vorerkrankungen wie Asthma aber auch starkes Rauchen – sollten sich immer ärztlich behandeln lassen, gegebenfalls auch mit Antibiotika. Bei Patienten ohne Risikofaktoren heilt eine Bronchitis in der Regel von selbst, dauert unbehandelt aber drei Wochen und länger an. Die Beschwerden treten verstärkt abends und nachts auf. Eine Bronchitis-Behandlung mit (Natur-)Medikamenten und Hausmitteln wie Inhalationen kann die Krankheitsdauer verkürzen, die Symptome abschwächen und vor allem eine Chronifizierung verhindern. Diese tritt ohne Behandlung bei etwa 50 Prozent aller Erkrankten ein.  Die Bronchitis-Behandlung lindert in erster Linie die Symptome.

 

Medikamente zur Bronchitis-Behandlung

  • Hustenlöser: Sogenannte Mukolytika (wie Acetylcystein und Ambroxol) lösen fest sitzenden Schleim und helfen beim Abhusten. Sie sind zum Beispiel als Saft oder Tabletten erhältlich. Wichtig ist, viel zu trinken, damit der Schleim sich besser löst.
  • Hustenstiller: Wer bei einer Bronchitis unter einem trockenen Reizhusten leidet, kann verschreibungspflichtige, hustenstillende Mittel (wie Kodein, Noscapin) einnehmen. Sie unterdrücken den Hustenreiz. Hustenstiller dürfen aber nur kurzfristig angewendet werden und erst, wenn die Bronchitis nicht mehr mit viel Schleimbildung einhergeht, da die Medikamente das Abhusten des Schleims verhindern. Daneben sind auch nicht verschreibungspflichtige Hustenstiller wie Dextrometorphan erhältlich.
  • Naturarzneimittel: Studien* belegen, dass die natürlichen Wirkstoffe der Kapland-Pelargonie effektiv Schleim lösen, Bakterien bekämpfen und Viren abwehren können. Durch das auch zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen zugelassene Naturmedikament (Umckaloabo) werden die Symptome effektiv gelindert und die Krankheitsdauer wird um durchschnittlich zwei Tage verkürzt.
  • Schmerzmittel: Um Schmerzen zu bekämpfen, können kurzfristig Medikamente (z. B. Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen) helfen. Sie sollten möglichst nicht länger als vier Tage hintereinander angewendet werden.
Inhalieren wirkt bei Bronchitis wahre Wunder
Bei der Bronchitis-Behandlung kann das Inhalieren mit ätherischen Ölen wahre Wunder wirken© Imago
 

Effektivste Bronchitis-Behandlung: Rauchen stoppen

Angegriffene Bronchien sind nicht immer Folge einer Infektion. Sind wir über Jahre Schadstoffen in unserer Atemluft ausgesetzt, zum Beispiel durchs Rauchen, können sich Schleimhäute schließlich dauerhaft entzünden. Wer über drei Monate hinweg regelmäßig hustet, sollte das vom Lungenfacharzt abklären lassen. Bei einer chronischen Bronchitis ist es vor allem wichtig, die auslösenden Reize zu meiden. Das bedeutet in erster Linie, nicht zu rauchen. Gegen die chronische Lungenerkrankung (COPD) sind bronchienerweiternde und entzündungshemmende Medikamente als Spray, Pulver oder Tabletten wirksam. Auch Ausdauertraining stärkt die Lungenfunktion. Ist durch die Entzündungen aber bereits Gewebe zerstört worden, muss es entnommen werden, um den intakten Teilen der Lunge Platz zu geben.

* Wolfgang Kamin, Lidia I. Ilyenko, Fathi A. Malek, Meinhard Kieser: Treatment of acute bronchitis with EPs 7630: Randomized, controlled trial in children and adolescents; DOI: 10.1111/j.1442-200X.2012.03598.x (16.4.2012)

Vorbeugung
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