Weißfleckenkrankheit: Neues Heilmittel für Vitiligo

Weißfleckenkrankheit
Eine neue Therapie könnte Patienten mit Weißfleckenkrankheit helfen © Fotolia

Die sogenannte Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) ist für die Betroffenen häufig eine große psychische Belastung. US-amerikanische Forscher haben nun nach einem neuen Weg gesucht, die Hautfarbe von Patienten wiederherzustellen – was sie dabei herausgefunden haben, erfahren Sie hier.

Bei der sogenannten Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) bilden sich helle Flecken auf der Haut. Sie reichen von kleinen Arealen bis zur kompletten Depigmentierung der Haut. Der Grund ist laut Experten eine Reaktion des eigenen Immunsystems, die den Verlust von Pigmenten bewirkt. Die Erkrankung ist zwar schmerzfrei und nicht gefährlich, Betroffene fühlen sich aber häufig optisch entstellt und stehen unter einem starken psychischen Leidensdruck.

 

Herkömmliche Behandlungsmethode unzureichend

Bisher wird die Weißfleckenkrankheit mit einer UVB-Phototherapie behandelt – dabei werden die betreffenen Hautstellen mit UVB-Licht bestrahlt, was die Pigmentierung der Haut anregen soll. Allerdings ist das Ergebnis dieser Behandlung kosmetisch häufig nicht befriedigend. Darum haben US-amerikanische Forscher nun nach einem Wirkstoff gesucht, der den Effekt der Phototherapie optimiert.

Fündig wurden sie bei Afamelanotid – dieser Wirkstoff ist eine synthetische Nachbildung des Hormons alpha-MSH, das die Pigmentierung unserer Haut steuert.

 

VIDEO: Vitiligo – Die mysteriöse Hautkrankheit

 

Versuche mit neuem Medikament

In einer Testphase behandelten die Wissenschaftler zwei Gruppen von Vitiligo-Patienten mit der UVB-Phototherapie. Eine der Gruppen bekam zusätzlich wöchentlich eine Dosis Afamelanotid injiziert. Das Ergebnis: Bei den mit Afamelanotid behandelten Studienteilnehmern bildeten die weißen Flecken sich früher (nach 40 statt nach 60 Tagen) und großflächiger (zu 49 Prozent statt zu 33 Prozent) zurück als in der Vergleichsgruppe.

Die Studienleiter versprechen sich davon eine höhere Erfolgsrate bei der Behandlung der Weißfleckenkrankheit. Bevor das Medikament zugelassen wird, stehen jedoch noch weitere Studien aus.

Hamburg, 19. September 2014

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