Weisheitszahn-OP: Zahnentfernung aus Platzgründen

Redaktion PraxisVITA

Wenn die ganz hinten im Gebiss liegenden Weisheitszähne nicht genug Platz in der Mundhöhle haben oder geschädigt sind, können das Gründe für eine Weisheitszahn-OP sein. Fürchten muss man einen solchen Eingriff nicht, denn es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung.

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Auch beschädigte Weisheitszähne können eine OP nötig machen Foto:  iStock/bojan89
Inhalt
  1. Weisheitszahn-OP: Was ist das?
  2. Welche Gründe gibt es für eine Weisheitszahn-OP?
  3. Wie läuft eine Weisheitszahn-OP ab?
 

Weisheitszahn-OP: Was ist das?

Die vier Weisheitszähne, die jeweils letzten der hinteren Backenzähne (Mahlzähne), liegen ganz hinten in der Mundhöhle und brechen als letzte Zähne des bleibenden Gebisses durch.

Bei der Weisheitszahn-Operation (OP), einem zahnmedizinischen Verfahren, werden die Weisheitszähne auf möglichst schmerzarme Weise entfernt.

Vollständig durchgebrochene Weisheitszähne kann der Zahnarzt oder Kieferchirurg ziehen, wie jeden anderen Zahn auch. Komplizierter wird der Eingriff, wenn die Zähne noch im Kiefer eingeschlossen sind.

 

Welche Gründe gibt es für eine Weisheitszahn-OP?

Häufig werden die Weisheitszähne entfernt, weil sie in der Mundhöhle nicht genug Platz haben. Aufgrund des Platzmangels können diese in der Zahnentwicklung letzten Zähne nicht durchbrechen und bleiben teilweise oder ganz im Kiefer eingeschlossen.

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Das kann zu Problemen und Beschwerden wie Spannungsgefühlen oder Zahnfleischentzündungen führen. Bei zu wenig Platz in der Mundhöhle können sie zudem andere Zähne verdrängen. Andere Gründe für den Eingriff bestehen in Entzündungen durch den Durchbruch der Weisheitszähne, eine Karies oder Wurzelentzündung an diesem Zahn oder Zysten.

Eine Weisheitszahn-OP wird auch notwendig, wenn andere Zähne durch die Enge im Mundraum gefährdet sind oder Zahnfehlstellungen drohen. Wachsen die Weisheitszähne schief, können sie gegen die benachbarten Wurzeln drücken und Symptome wie Schmerzen auslösen.

 

Wie läuft eine Weisheitszahn-OP ab?

Vor dem Eingriff untersucht der Zahnarzt das gesamte Gebiss und erstellt ein Röntgenbild des Kiefers. Bei Patienten, die zu Blutungen neigen oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, muss er für die Behandlung besondere Vorkehrungen treffen, damit es bei der Weisheitszahn-OP nicht zu Komplikationen kommt.

Ein lokales Betäubungsmittel verhindert, dass die Patienten während des Eingriffs starke Schmerzen empfinden. Bei Patienten, die Angst vor dem Zahnarzt haben oder erwartbaren Komplikationen kann eine Vollnarkose oder eine Dämmerschlafnarkose erfolgen, oder der Arzt setzt Lachgas ein.

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Für die Weisheitszahn-OP entfernt der Arzt zunächst mit einem Skalpell die Schleimhaut und das den Zahn umgebende Zahnfleisch. Bei noch fest im Kiefer sitzenden Weisheitszähnen wird ein kleines Stück des Knochens abgetragen, bevor der Zahn mit Hebeln und Zangen gelockert und dann entfernt wird.

Liegt der Zahn für eine Entfernung zu ungünstig, teilt der Arzt ihn zunächst und nimmt ihn dann Stück für Stück heraus. Nach der Zahnentfernung wird die Wunde mit Nähten verschlossen. Um die Schmerzen nach dem Eingriff so gering wie möglich zu halten, helfen Schmerzmittel und das Kühlen der Operationsstelle.

Da im Unterkiefer weniger Platz ist als im Oberkiefer, ist der Eingriff im Unterkiefer oft komplizierter. Durchgeführt wird die Behandlung von chirurgisch erfahrenen Zahnärzten, Oralchirurgen oder von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen.

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