Weidenrinde-Wirkung: Hilfe bei Gelenkschmerzen

Carolin Banser
Weidenrinde
Das Salicin der Weidenrinde wird in der Leber zu Salicylsäure umgewandelt. Sie lindert schnell die Beschwerden in den Gelenken © Fotolia

Brennnessel, Hagebutten und Eschenrinde werden schon seit Jahrhunderten gegen Gelenkerkrankungen eingesetzt. Jetzt wurde erstmals die Weidenrinde-Wirkung wissenschaftlich untersucht. Zu den Ergebnissen.

Weidenrinden-Extrakte können Schmerzen, Beweglichkeit und Lebensqualität von Patienten mit Gelenkerkrankungen und Rückenbeschwerden verbessern – bei insgesamt guter Verträglichkeit. So das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie zur Weidenrinde-Wirkung und Anwendungssicherheit  der Zubereitungen. Die Autoren werteten u. a. kontrollierte klinische Studien mit über 950 Patienten aus, welche an chronischen Schmerzen aufgrund von Rückenleiden und Gelenkerkrankungen wie zum Beispiel Arthrose und rheumatoide Arthritis litten, aus.

 

Weidenrinde-Wirkung: Wissenschaftlich bestätigt

Die Patienten erhielten Weidenrinde-Extrakte (Tagesdosis 120 – 240 mg Salicin) bzw. Placebo oder Antiphlogistika/ Analgetika über eine Dauer von bis zu sechs Monaten. Die Ergebnisse zur Weidenrinde-Wirkung wurden mittels verschiedener Schmerzskalen erhoben. In allen Studien war Weidenrinden-Extrakt gut verträglich. Gelegentlich wurden Unverträglichkeiten im Verdauungstrakt, in Einzelfällen allergische Reaktionen beobachtet. Bei Patienten mit bekannter Salicylat-Allergie ist die Anwendung von WER zu vermeiden.

Weidenrinde
Forscher konnten die Weidenrinde-Wirkung gegen Beschwerden in einer Studie belegen© Fotolia
 

Salicin als Schmerzstiller

Für die positive Wirkung verantwortlich machen Forscher den Stoff Salicin, der im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird und schmerzstillend sowie entzündungshemmend wirkt.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.