Wechseljahresbeschwerden erkennen und richtig behandeln

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein natürlicher Abschnitt im Leben einer Frau. Sie bringen viele Veränderungen – Hitzewallungen und andere Wechseljahresbeschwerden sind möglich. Wir erklären, welche Symptome noch auftreten und wie sie behandelt werden können.

 

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein natürlicher Prozess. Sie sind ein Teil des Älterwerdens – der Körper richtet sich darauf ein, keine Kinder mehr austragen zu können. Wann die Wechseljahre einsetzen und wie lange sie dauern, ist individuell verschieden. Viele Frauen sind in einer Zeitspanne rund um das Alter von 45 bis 65 Jahren betroffen – und leiden auch häufig unter Wechseljahreseschwerden.

Die Wechseljahre einer Frau sind ein natürlicher Prozess. Wann sie einsetzen, ist individuell verschieden
Die Wechseljahre einer Frau sind ein natürlicher Prozess. Wann sie einsetzen, ist individuell verschieden© Fotolia

Das Klimakterium kann auch deutlich früher oder später einsetzen. Im Laufe des Alters verändert sich der Hormonhaushalt grundlegend. So sinkt zum Beispiel der Östrogen- und Progesteronspiegel. Dagegen steigen Hormone wie LH (sogenanntes Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) an. Mit Folgen: Der Körper verändert sich. Und es können Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen auftreten.

 

Wechseljahresbeschwerden: Unregelmäßige Regelblutungen sind normal

In den Wechseljahren verkleinern sich die Eierstöcke. Hier reifen bei Frauen im gebärfähigen Alter die Eizellen aus Eizellen-Vorläufern (Oozyten in frühen Stadien bzw. Follikel) heran. In den Eierstöcken werden auch Geschlechtshormone produziert. Dazu zählen Östrogene, Gestagene und Androgene. Sie liegen in einem bestimmten Verhältnis zueinander vor, das aber schwanken kann. Mit den Wechseljahren lassen die monatlichen Regelblutungen nach. Sie werden schwächer und/oder unregelmäßiger und bleiben schließlich ganz aus. Nach der letzten Blutung (Menopause) und einer Zeit von einem Jahr gehen die Wechseljahre in die sogenannte Postmenopause über.

 

Die verschiedenen Phasen der Wechseljahre

  • Prämenopauseerste Blutungsstörungen. Die Regelblutung ist weniger stark und/oder unregelmäßig. Die Prämenopause beginnt häufig im Alter von 45 Jahren.
  • Menopause – die Zeit der letzten Blutung plus einer Wartezeit von einem Jahr, in der definitiv keine weitere Blutung mehr auftritt. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 51 Jahren.
  • Postmenopause – sie setzt ein Jahr nach der letzten Blutung ein. Sie folgt damit direkt der Menopause. Ab jetzt ist keine Schwangerschaft mehr möglich.
  • Klimakterium (Wechseljahre) – die gesamte Zeitspanne von den ersten Blutungsstörungen (etwa 45 Jahren) bis zum Alter von etwa 65 Jahren.
  • Perimenopause – diese Zeit liegt zeitlich nahe der Menopause. Ärzte bezeichnen meist die zwei Jahre vor und nach der Menopause als Perimenopause.
 

Gene bestimmen Beginn der Wechseljahresbeschwerden

Wechseljahresbeschwerden
Wann die Wechseljahresbeschwerden einsetzen, ist auch genetisch bedingt© iStock/cosmin4000

Wann die einzelnen Phasen einsetzen, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Wahrscheinlich bestimmen die Gene, wann die Wechseljahresbeschwerden anfangen. So ist das Alter bei Müttern und Töchtern ähnlich, in welchem das Klimakterium einsetzt. Umstritten ist, ob und wie Rauchen, die Zahl der Geburten und andere Faktoren den Beginn der Wechseljahresbeschwerden beeinflussen. Sicher ist, dass bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde (Hysterektomie) deutlich eher die Wechseljahre einsetzen, ebenso bei untergewichtigen Frauen.

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