Wasser im Bauch: Warnzeichen für Leberzirrhose

Wasserbauch kann auf eine Leberzirrhose hindeuten
Wasser im Bauch kann auf eine Leberzirrhose hindeuten und starke Schmerzen verursachen © Fotolia

Wenn der Bauchumfang zunimmt, sind meist Fettpölsterchen schuld. Doch es kann auch eine andere Ursache haben: Leberzirrhose. Welche ernsthaften Krankheiten außerdem hinter einem Wasserbauch stecken können und wann Wasser im Bauch gefährlich wird, erfahren Sie hier.

Der Volksmund spricht von Bauchwassersucht, Mediziner von Aszites. Dabei handelt es sich um Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle, die bis zu zehn Liter betragen können. Betroffene selbst merken es daran, dass Hose oder Rock plötzlich nicht mehr passen und der Bauch sich immer mehr wölbt. Wer diese Symptome selbst bei sich bemerkt und weiß, dass es nicht an zu viel Essen liegen kann, sollte einen Arzt aufsuchen, denn es kann eine ernsthafte Krankheit dahinterstecken.

 

Häufigste Ursache für Wasser im Bauch: Leberzirrhose

Die häufigste Ursache für Wasser im Bauch ist eine Leberzirrhose. Sie verhärtet das Gewebe, und das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Möglich ist aber auch eine so genannte Rechtsherzschwäche. Bei diesem Krankheitsbild lässt die Pumpkraft der rechten Herzkammer nach, und als Folge pumpt der Organismus vermehrt Wasser in die Bauchhöhle. Zu den selteneren Ursachen für Wasser im Bauch zählen bösartige Tumoren, Metastasen im Bauchraum oder eine Thrombose der Leber- und Milzvene sowie der Pfortader.

 

Harntreibende Mittel gegen das Wasser im Bauch

Der Arzt kann die Erkrankung schnell mit Hilfe eines Bauch-Ultraschalls diagnostizieren. Die wichtigste Behandlungsstrategie besteht in der Therapie der zugrunde liegenden Krankheit. Es kommt also vor allem darauf an, das Fortschreiten einer Leberzirrhose oder einer Rechtsherzschwäche zu verzögern. Ein eventuell vorhandener Tumor muss entweder operativ entfernt oder mit Hilfe von Medikamenten verkleinert werden. Außerdem verordnet der Arzt bei Wasser im Bauch zusätzlich harntreibende Mittel, also Diuretika. Bringen diese nicht den gewünschten Erfolg, versucht man mit Hilfe einer Aszitespunktion, das Wasser im Bauch mit einer Kanüle abzuziehen. Bis zu 1,5 Liter können so entfernt werden. Die meisten Patienten verspüren sofort eine deutliche Besserung ihrer Symptome.

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