Was will mein Körper mir sagen?

Ein plötzlicher Verlust des Geruchssinns kann auf Zinkmangel hindeuten
Achten Sie auf die Zeichen Ihres Körper. Ein plötzlicher Verlust des Geruchssinns kann auf Zinkmangel hindeuten © Fotolia

Das Frühwarnsystem unseres Körpers ist genial. Wir müssen nur seine Zeichen erkennen und verstehen lernen. Wie Sie zum Beispiel einen Zinkmangel entdecken, verrät Praxisvita.

Eigentlich fühlen wir uns ganz fit – wenn da nicht manchmal so merkwürdige Empfindungen wären: Plötzlich tanzen Pünktchen vor unseren Augen. Es pfeift im Ohr. Oder die Knie knacken ... Macht man sich dann unnötig Sorgen? Männer verharmlosen solche Anzeichen oft. Frauen fühlen genauer hin. Und das zu Recht, wie neue Forschungen zeigen. Unser Körper hat sein eigenes Frühwarnsystem. Auch wenn sie zum Glück meist harmlos sind: Signale des Körpers zeigen durchaus auch ernste Erkrankungen an. Hier die häufigsten Anzeichen – und was sie bedeuten können.

 

Der Geruchssinn schwindet

Zinkmangel oder Demenz? Meist ist es eine Erkältung oder eine leichte Nebenhöhlenentzündung. Aber, so Studien, auch Zinkmangel kann den Geruchssinn stören. Haferflocken und Nüsse liefern viel Zink. In seltenen Fällen, meist in höherem Alter, kann der Verlust des Geruchssinns ein Alarmsignal für einen Hirntumor oder eine Demenz-Erkrankung wie Alzheimer sein.

 

Im Ohr piept es

Hockdruck oder Tinnitus? Bei Piepen oder Brummen denkt man zuerst an Tinnitus. Tatsächlich ist meist eine kleine Durchblutungsstörung im Ohr die Ursache. Ohrgeräusche verschwinden in aller Regel nach ein paar Tagen wieder. Wenn sie aber bleiben, kann es wirklich Tinnitus sein. Oder zu hoher Blutdruck. Vor allem wenn sich Kopfschmerzen dazugesellen. Deshalb sollte der Arzt den Blutdruck messen.

 

Pünktchen tanzen vor den Augen

Trübung oder Netzhautschaden? Schweben ein paar "Insekten" durchs Blickfeld, sind das meist harmlose Trübungen des Glaskörpers, des gallertartigen Augen-Inneren. Fast jeder hat das mal. Aber: Treten viele schwarze Pünktchen auf, vor dunklem Hintergrund oder im Schwarm ("Rußregen"), dann sollte der Augenarzt schnell die Netzhaut checken. Sie könnte einen Riss haben.

 

Der Nacken wird plötzlich steif

Zug oder Hirnhautentzündung? Man hat geschwitzt und Zug bekommen. Oder man hat sich im Schlaf verlegen. Das versteift oft den Nacken. Aber es kann auch eine beginnende Hirnhautentzündung dahinterstecken. Vor allem wenn Kopfschmerzen dazukommen. Sie wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst, die sich zum Beispiel bei einer Grippe einschleichen.

 

Morgens sticht das Herz

Verspannung oder eingeklemmter Nerv? Wenn sich nach dem Aufstehen Schmerzen in die Brust bohren, denkt man an Herzinfarkt. Doch der äußert sich meist mit zusätzlicher Atemnot, Übelkeit, Schweiß oder Schwäche. Herzstiche, die tagsüber abklingen, sind eher ein Signal für verspannte Rückenmuskeln oder einen eingeklemmten Nerv im Rücken. Das sollte der Arzt prüfen.

 

Die Knie knacken laut

Einfach so oder Arthrose? Manchmal ist eine Knorpelunebenheit der Grund. Meist lässt sich aber gar keine Ursache feststellen. Die Knie dürfen ruhig mal knirschen oder knacken, das ist in aller Regel normal. Aber wenn das Knacken auffällig laut ist oder Schmerzen hinzukommen, sollte ein Orthopäde die Knie auf Arthrose (Knorpelverschleiß) untersuchen.

 

Die Füße frieren ständig

Normal oder Nervenschaden? Viele Frauen haben ständig kalte Füße, das ist doch harmlos ... Stimmt, aber nicht immer. Wer auch im Sommer das Gefühl hat, die Füße seien zu kalt, sollte zum Arzt gehen. Die häufigste Ursache ist eine Durchblutungsstörung durch Gefäßveränderungen, etwa bei Diabetes. Findet der Arzt nichts, kann ein Neurologe eine mögliche Nervenschädigung abklären.

 

Frauen haben dafür bessere Nerven

Symptome sagen uns oft mehr als unser Verstand. Die Faustregel: Wer rechtzeitig auf Körpersignale hört, kann Lebenswichtiges über seinen Gesundheitszustand erfahren. Und Frauen können das besser als Männer. Das zeigen große US-Studien. Und sie liefern auch den Grund für diese besondere Fähigkeit: Um das Leben des ungeborenen Kindes zu schützen, ist der weibliche Organismus mit äußerst empfindlichen speziellen Nerven ausgestattet. Sie helfen der Frau, Krankheiten besser zu erspüren, und damit auch, schneller etwas dagegen zu tun.

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