Was weiß meine Augenfarbe über mich?

Blaue Augen
Helle Augen erhöhen das Risiko, an Alkoholismus zu erkranken, zeigt eine aktuelle US-Studie © Fotolia

Blau, braun, grün: Die Augenfarbe prägt nicht nur unser optisches Erscheinungsbild – sie kann auch verraten, wie es um unsere Gesundheit steht. Hier erfahren Sie, wie man an der Augenfarbe das Risiko verschiedener Erkrankungen ablesen kann.

 

Alkoholismus

Je heller die Augenfarbe, desto größer das Risiko, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-amerikanische Studie. Demnach haben Menschen mit blauen, grünen oder grauen Augen ein höheres Risiko, alkoholabhängig zu werden als Menschen mit braunen Augen. Am höchsten ist das Risiko bei Blauäugigen.

Hinter dem Zusammenhang zwischen Augenfarbe und Alkoholismus vermuten die Forscher der Univeristy of Vermont eine genetische Erklärung: Die Gene, die unsere Augenfarbe bestimmen, befinden sich auf den gleichen Chromosomen wie diejenigen, die mit Alkoholismus in Verbindung gebracht werden. Warum ausgerechnet blaue Augen das Risiko einer Alkoholsucht erhöhen, wollen die Wissenschaftler in weiteren Studien untersuchen.

 

Weißfleckenkrankheit

Menschen mit der sogenannten Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) leiden an einer chronischen Störung der Hautpigmente – diese führt zu den charakteristischen weißen Flecken auf der Haut. Wissenschaftler der University of Colorado analysierten die Daten von rund 3.000 Vitiligo-Patienten und fanden heraus, dass Menschen mit dunklen Augen ein fast doppelt so hohes Risiko haben, an Vitiligo zu erkranken als Menschen mit hellen Augen.

 

Hautkrebs

Dieselbe Studie ergab, dass dunkle Augen zwar das Risiko für Vitiligo erhöhen, das für schwarzen Hautkrebs jedoch senken. Schon zahlreiche Studien zeigten, dass das Hautkrebs-Risiko mit der Helligkeit der Augen steigt. Der Hintergrund: Menschen mit hellen Augen haben meist auch helle und damit sonnenempfindliche Haut. Wissenschaftler sprechen bei den Genvarianten, die für blaue oder braune Augen verantwortlich sind, von „genetischen Gegenspielern“ – jede Genvariante erhöht das Risiko einer Erkrankung, schützt dafür aber vor einer anderen.

Blaue Augen sind außerdem deutlich lichtempfindlicher als braune, weil ihre Iris nur wenige Pigmente enthält – braune Augen werden dagegen durch eine dicke Pigmentschicht besser vor Erkrankungen wie Sonnenbrand im Auge geschützt. Gerade im Sommer sollten blaue Augen darum vor Hitze-Gefahren bewahrt werden – welche das sind, verrät die Praxisvita-Bildergalerie.

Hamburg, 6. Juli 2015

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