Was tun gegen Schwindel? – Schulmedizin vs. Naturheilkunde

Schwindel
Schwindelanfälle kommen oft wie aus dem Nichts. Doch was hilft wirklich dagegen? © iStock

Sie bringen einen regelrecht aus dem Gleichgewicht: Schwindelattacken. Schwindel kann viele Ursachen haben: Niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Unterzuckerung oder Temperaturschwankungen. Was tun gegen Schwindel? Und was hilft besser: Naturheilkunde oder Schulmedizin? Wir haben zwei Experten aus beiden Fachbereichen gefragt. Sie erklären bei Praxisvita, was wirklich hilft und den lästigen Schwindel verschwinden lässt.

Heilpraktiker Frank Scholz, Hamburg
Heilpraktiker Frank Scholz, Hamburg© privat
 

Was tun gegen Schwindel? Der Heilpraktiker empfiehlt

"Der ideale Start in den Tag gelingt mit Wechselduschen. Sie trainieren die Gefäße und bringen den Kreislauf in Schwung. Man beendet sie immer mit kaltem Wasser. Die positive Wirkung ist meist schon nach wenigen Tagen spürbar. Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertee oder Fruchtsaft-Schorle. Dies wirkt sich positiv auf den ganzen Körper aus. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte – diese halten den Blutzuckerspiegel konstant. Bei niedrigem Blutdruck können homöopathische Kreislauftropfen angewendet werden. Im Akutfall 5-10 Tropfen, höchstens 12 x täglich. Auch Schüßler-Salze sind ein bewährtes Mittel. Das Schüßler-Salz Nr. 5 (Apotheke) nimmt man dreimal täglich zu je zwei Tabletten ein, um einen zu niedrigen Blutdruck zu behandeln. So verschwindet auch der lästige Schwindel!"

Dr. Majid Zeydabadinejad
Dr. Majid Zeydabadinejad, Kardiologe, Münster© privat
 

Was tun gegen Schwindel? Der Schulmediziner empfiehlt

"Bei plötzlichem Schwindel und Schlappheit helfen kurzfristig blutdrucksteigernde Medikamente (Antihypotonika, Apotheke), die den Kreislauf aktivieren. Wenn Ihnen häufig schwindelig oder sogar schwarz vor Augen wird, liegt das vermutlich an einer verminderten Durchblutung des Gehirns. Und dafür ist meist ein zu niedriger Blutdruck verantwortlich.Treten die Beschwerden gelegentlich auf, helfen kleine Dinge: Solange keine Herzerkrankung bekannt ist, können Sie z. B. das Essen ruhig etwas kräftiger salzen. Salz bindet Flüssigkeit für kurze Zeit im Körper und erhöht dadurch den Blutdruck. Wer lange gesessen hat, sollte statt abrupt lieber langsam aufstehen. Langfristig empfehle ich, den Kreislauf gezielt durch Bewegung anzuregen. Mit zwei bis drei Sport-Einheiten pro Woche, etwa 30 Minuten Radfahren oder Nordic Walking, stärken Sie Ihr Kreislauf-System. Bestehen die Beschwerden dauerhaft, sollte ein Kardiologe überprüfen, ob eventuell eine organische Ursache vorliegt."

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