Was tun gegen Nagelpilz und Co.? Diese 8 Hygiene-Regeln beachten

Eine fremde Zahnbürste würden wir nie benutzen und bei öffentlichen Toiletten sind wir vorsichtig. Wir fürchten, dass sie vor Keimen wimmeln. Doch andere Gegenstände teilen und benutzen wir unbedacht – dabei können sie Krankheiten übertragen.

 

Küche als Tummelplatz für Bakterien

Man könnte meinen, die Küche sei einer der hygienischsten Orte der Wohnung – schließlich wird hier ständig gewischt und gespült. Dabei ist laut Experten das Gegenteil der Fall: In vielen Küchen tummeln sich mehr Bakterien als auf einer Toilette – während das Bad regelmäßig desinfiziert wird, werden Küchenkeime oft unterschätzt. Dabei können Bakterien von Lebensmitteln, z. B. Salmonellen, E.coli oder Schimmelpilze zu schweren Magen-Darm-Problemen führen. Sie lassen sich vor allem in Kaffeemaschinen, am Wasserhahn, auf Schneidebrettern, an Dosenöffnern und im Messerblock finden. Und überall dort, wo es feucht ist.

 

Zu viel Hygiene kann auch schaden

Keime und Erreger können natürlich Krankheiten auslösen. Was viele Menschen aber nicht wissen: Übertriebene Sauberkeit macht auch krank. Aggressive Reinigungsmittel belasten nicht nur unsere Atemwege, sie schaden auch der Haut und den Nägeln. Unter anderem können sie Neurodermitis-Schübe und Nagelbettentzündungen verursachen.

Zu viel Hygiene kann zudem Allergien auslösen, wie Marburger Forscher herausfanden. In einer zu sauberen Umgebung werden die Abwehrkräfte kaum gefordert und können sich nicht richtig ausbilden. Die Folge: Sie halten harmlose Stoffe für feindliche Eindringlinge – und reagieren mit Allergien. Das bestätigt auch eine andere Studie: Nutzen Familien den Geschirrspüler, statt von Hand abzuwaschen, haben die Kinder häufiger eine Allergie.

 

Zu viel Sauberkeit schwächt auch das Immunsystem

Ähnlich wie Muskeln muss dieses arbeiten und gefordert werden, damit es stark bleibt. Zudem werden bei häufigem Putzen Bakterien vernichtet, die Haut und Schleimhaut schützen.

Es besteht sogar die Gefahr, dass Krankheitserreger resistent werden, wenn vermeintlich antibakterielle Reinigungsmittel verwendet werden. Das haben US-amerikanische Ärzte herausgefunden. Denn entgegen der Werbeversprechen töten die Mittel nicht alle potenziell krankheitserregenden Keime ab. Die übrig gebliebenen fangen an, bestimmte Eiweiße zu bilden, die sie gegen die Reiniger unempfindlich machen. Deshalb rät das Bundesinstitut für Risikobewertung davon ab, Desinfektionsmittel im Haushalt zu nutzen.

Es ist also überhaupt nicht nötig, die eigene Wohnung klinisch reinzuhalten. Wichtig ist nur, den gemeinsamen Gebrauch von einigen Gegenständen zu unterlassen, da diese möglicherweise unangenehme Krankheiten, wie z.B. Nagelpilz auslösen können. Welche Gegenstände dazu gehören, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Was tun gegen Nagelpilz und Co.? Jetzt durch die Bildergalerie klicken und staunen!

Noch mehr Tipps gegen Nagelpilz finden Sie in unserem Video:

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