Was tun gegen Blähungen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da Flatulenzen häufig ernährungsbedingt sind, sollten Betroffene, die ständig unter Blähungen leiden, auf ihre Ernährung achten. Meiden Sie daher stark blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Rosenkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie, Karotten, Rosinen, Bananen oder Pflaumen.

Auch ballaststoffreiche Nahrung kann Blähungen verursachen – seien Sie deshalb Vorsichtig bei Nahrungsmitteln mit Weizenkleide oder Vollkorn. Stellt der Arzt bei Ihnen eine Lebensmittelunverträglichkeit zum Beispiel auf Laktose fest, verzichten Sie auf Milchprodukte oder greifen Sie zu laktosefreien Lebensmitteln, die zahlreich im Handel erhältlich sind. Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln auch auf die Inhaltsstoffe, da Zuckerersatzstoffe wie Sorbit ebenfalls Blähungen auslösen können. Sorbit wird oftmals nur unter dem Titel E 420 als Zusatzstoff auf Lebensmittelverpackungen angegeben. Im Fall einer Glutenunverträglichkeit sollten Sie auf glutenfreie Kost achten.

In einer Apotheke geht eine Tablettenschachtel über die Ladentheke
Gegen Blähungen helfen krampflösende und verdauungsfördernde Medikamente© Fotolia
 

Medikamente gegen Blähungen

Zur Behandlung gibt es für Betroffene, die ständig unter Blähungen leiden, auch verschiedene Medikamente. Diese wirken meist krampflösend oder verdauungsfördernd. Hierzu zählen zum Beispiel sogenannte Entschäumer-Präparate wie Dimeticon oder Simeticon. Diese Medikamente lösen Gase auf, die zum Beispiel im Nahrungsbrei eingeschlossen sind und nicht entweichen können. Bei chronischen Blähungen haben sich diese Mittel jedoch nicht bewährt. Bei stärkeren Bauchschmerzen kann die kurzfristige Gabe von krampflösenden Mitteln (Spasmolytika) wie Butylscopolamin oder Pfefferminzöl helfen.

Kann bestimmte Nahrung nicht richtig verdaut werden, liegt dies unter Umständen an einem Mangel an bestimmten Verdauungsenzymen, zum Beispiel von Magen, Leber oder Bauchspeicheldrüse. Hierfür sind ebenfalls bestimmte Mittel erhältlich (z. B. Beispiel Pankreatin bei Mangel an Enzymen der Bauchspeicheldrüse oder Laktasepräparate bei Laktoseintoleranz), die diesen Mangel ausgleichen. Diese Mittel sollten parallel zu den jeweiligen Mahlzeiten eingekommen werden.

 

Pflanzliche Extrakte gegen Blähungen

Verschiedene Hausmittel wie Pfefferminz-, Fenchel- oder Kümmeltee können eine erste Linderung bringen. Diese sogenannten Karminativa, also pflanzliche Extrakte aus Fenchel, Kümmel, Anis oder Pfefferminze in Form von Tees oder Präparaten, sind unterstützend zur Therapie von Blähungen geeignet, da sie entblähend und krampflösend wirken. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden kann eine hochdosierte Wirkstoffkombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl Blähungen lindern

Ist die Ursache eine gestörte Darmflora, so wird es helfen, diese wieder aufzubauen, das heißt, die natürlichen Bakterien wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dafür kommt beispielsweise eine Behandlung mit vermehrungsfähigen Darmbakterien (wie Lacto- und Bifidobakterien) in Betracht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

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