Was tun gegen Besenreiser?

Rund 7000 Liter Blut pumpen die Venen täglich entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen. Doch durch langes Stehen oder Sitzen im Büro werden unsere Gefäße stark strapaziert, das Blut kann sich in den Beinen stauen. Fast jede fünfte Frau leidet unter Venenproblemen wie Besenreiser.

Bei Besenreisern handelt es sich um kleinste erweiterte Venen, die direkt in der oberen Hautschicht liegen. Die zarten rötlich blauen Verästelungen verursachen meist keine Beschwerden. Viele empfinden sie jedoch als störend.

 

Besenreiser als Anzeichen einer Venenschwäche

Besenreiser sind jedoch nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern werden von Venenärzten als sogenannte „Warn-Venen“ verstanden, weil sie die ersten Anzeichen einer Venenschwäche sind. Venen sind die Gefäße, die das Blut wieder zum Herzen, im Bein also entgegen der Schwerkraft, transportieren. Männer sind übrigens genau so häufig von den feinen bläulichen Linien unter der Haut betroffen wie Frauen – nur gehen sie deshalb nicht so häufig zum Arzt. Das genaue Ausmaß einer Venenschwäche – also die Frage, ob die Venen wirklich nicht gesund sind – kann man nur durch Untersuchungen beim Venenspezialisten (Phlebologen) abklären.

Eine Ultraschalluntersuchung zeigt, ob die Venen unter den Besenreisern einen funktionierenden Klappenverschluss besitzen. Diese Verschlüsse hindern das Blut daran, wieder zurück in die Füße zu fließen. Sind diese Klappen ausgeleiert oder kaputt, werden früher oder später an dieser Stelle Krampfadern entstehen – und die Besenreiser sind ihr Vorbote. Weitere Anzeichen für eine Venenschwäche sind müde oder schwere Beine, oder ein Abdruck der Sockenbündchen am Abend.

 

Was tun gegen Besenreiser?

Tätigkeiten im Sitzen oder Stehen erhöhen den Venendruck und fördern dadurch die Ausbildung von Klappenschwächen. Der größte Risikofaktor ist jedoch eine familiäre Vorbelastung für Krampfadern. Diese lässt sich weder durch Medikamente noch durch sportliche Aktivität wesentlich beeinflussen oder ausgleichen. In der Regel wird damit nur das Fortschreiten verlangsamt, nicht aber aufgehalten. Kompressionsstrümpfe stärken zwar den venösen Rückstrom, auch sie können aber ein bestehendes Krampfaderleiden nicht rückgängig machen.

Die moderne und schonende Behandlung einer Venenschwäche besteht in einem kleinen schmerzfreien Eingriff, der vom Arzt ambulant vorgenommen wird. Dabei schaltet man mit Hilfe von Hitze die erkrankte Vene einfach aus. Direkt danach kann der Patient erwarten, sich wie gewohnt und ohne Einschränkungen bewegen zu können.

Wie Sie Ihre Besenreiser auch ohne Operationen loswerden können, zeigt Ihnen unsere Bildergalerie "Was tun gegen Besenreiser"!

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