Was tun bei Sonnenbrand? Die besten Notfalltipps

Redaktion PraxisVITA
Frau mit Sonnenbrand
Was tun bei Sonnenbrand? Unsere Experten haben die besten Notfalltipps für Sie © Fotolia

Wer kennt das nicht, einmal zu lange in der Sonne aufgehalten und schon hat man einen Sonnenbrand. Was tun bei Sonnenbrand? Drei Experten geben die besten Notfalltipps.

Bei starker Sonneneinstrahlung reagiert unsere Haut mit Rötung, Schwellung und Schmerzen. Was tun bei Sonnenbrand? Um die Haut so schnell wie möglich zu entspannen, sollten Betroffene die Notfalltipps der Experten beherzigen.

 

Was tun bei Sonnnebrand? Der Mediziner empfiehlt

Prof. Hans Michael Ockenfels
Prof. Hans Michael Ockenfels, Facharzt für Dermatologie, Klinikum Hanau © privat

"Im Akutfall eines Sonnenbrandes hilft Ihnen Acetylsalicylsäure (ASS, 1000 mg, Apotheke), die Entzündung einzudämmen. Zusätzlich empfehle ich, Kortisoncreme auf die verbrannte Hautstelle aufzutragen. Innerhalb von drei Tagen sollte sich die Haut wieder erholt haben. Cremen Sie sich in der Sonne stets mit Schutzmittel ein (in Deutschland etwa Lichtschutzfaktor 15, am Meer circa 30). Wer oft Sonnenbrände erleidet, erhöht damit auch sein Risiko für Hautkrebs. Wichtig: Da weißer Hautkrebs immer sonnenabhängig entsteht, können Sie diesem durch Sonnenschutzmittel vorbeugen. Schwarzer Hautkrebs dagegen kann neben UV-Strahlung noch weitere Ursachen haben."

 

Was tun bei Sonnenbrand? Notfalltipps aus der Naturheilkunde

Veronika Haslauer
Veronika Haslauer, Heilpraktikerin, Fürstenfeldbruck  © privat

"Kann sich die Haut durch Einwirkung starker UV-Strahlung nicht mehr durch ihre Eigenpigmentierung schützen, entsteht ein Sonnenbrand. Was tun bei Sonnenbrand? Bei ersten Anzeichen kühlt und desinfiziert ein Essigumschlag. Wasser und Obstessig 1:1 vermischen, ein Tuch tränken und 20 Minuten auf die betroffene Stelle legen. Salben mit Ringelblumenextrakt oder Aloe vera (Apotheke) regenerieren die Haut. Aus der Homöopathie ist "Cantharis C30" bei Sonnenbrand das Mittel der ersten Wahl (drei Tage lang 3-mal tägl. 3 Globuli). Vorbeugend empfehle ich 14 Tage lang 3-mal tägl. 10 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl. Wertvolle Fettsäuren, Carotinoide und Vitamin E schützen die Haut und helfen, den körpereigenen Lichtschutzfaktor leicht anzuheben."

 

Was tun bei Sonnenbrand? Notfalltipps aus der Apotheke

Dr. Mario Zink
Dr. Mario Zink, Römer-Apotheke, Hauptstraße, Mönchsroth  © privat

"Da bei einem Sonnenbrand ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf besteht, sollten Sie im Akutfall viel trinken. Bei leichten Verbrennungen hilft das Auftragen kühlender Gele, zum Beispiel mit dem Enzym "Photolyase" oder mit einem Antihistaminikum (Apotheke). Schaumsprays oder Hausmittel wie Quarkumschläge beruhigen die Haut. Was tun bei Sonnenbrand? Schwerere Sonnenbrände mit starker Rötung und Blasenbildung sollen durch einen Arzt behandelt werden. Hierbei kann die Einnahme eines entzündungshemmenden Wirkstoffes wie Ibuprofen oder eines Kortisonpräparates (rezeptpflichtig) erforderlich sein. Achtung: Bestimmte Arzneien (z. B. Johanniskraut, Antibiotika, einige Aknepräparate) können das Risiko eines Sonnenbrandes oder einer Hautreizung deutlich erhöhen."

Wann sollte ich mit Sonnenbrand zum Arzt?

Generell gilt: Einen schweren oder großflächigen Sonnenbrand sollte ein Arzt sehen und wenn nötig behandeln. Eine wichtige Rolle spielen dabei entzündungshemmende Wirkstoffe sogenannte Antiphlogistika wie zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac.

 

Was ist Sonnenbrand überhaupt?

Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut, die durch UV-B-Strahlung entsteht. Besonders hellhäutige Menschen des Typs I und II mit rötlichen, blonden oder braunen Haaren sowie blauen, grünen oder grauen Augen riskieren in der Sonne schon nach nur wenigen Minuten ohne entsprechenden Schutz einen Sonnenbrand. Dunklere Hauttypen und Menschen, die durch gute Pigmentierung schnell braun werden (Typ III und IV), leiden seltener unter einer solchen Hautentzündung. Übrigens riskiert man nicht nur im Freien einen Sonnenbrand: Auch eine künstliche Lichtquelle wie im Solarium kann die typischen Beschwerden wie Rötungen und Juckreiz hervorrufen.

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