Was tun bei Nesselsucht? - Schulmedizin vs. Naturheilkunde

Redaktion PraxisVITA

Nahrungsmittelallergien und Darminfektionen sind die häufigsten Ursachen für eine Nesselsucht. Erhalten Sie hier Expertenrat, wie Sie den juckenden Hautausschlag schnell wieder loswerden.

 

Bei Nesselsucht empfiehlt die Heilpraktikerin

Heilpraktikerin Indre Harkensee, Hamburg
Heilpraktikerin Indre Harkensee, Hamburg© privat

„Da Nesselsucht durch eine Immunreaktion ausgelöst wird, geht man in der Naturmedizin davon aus, dass die Darmschleimhaut – der Sitz des Immunsystems – fehlbesiedelt ist: Das Verhältnis zwischen schädigenden und nützenden Bakterien ist ins Ungleichgewicht geraten. Die Abwehrkräfte reagieren deshalb nicht mehr normal, sondern mit der überschießenden Abwehrreaktion Hautausschlag, ähnlich wie bei Allergien. Eine sehr wirksame Therapie bei Nesselsucht ist die Darmreinigung mit Hilfe von nützlichen Bakterien, den sogenannten Probiotika. Sie normalisieren die Darmschleimhaut. Pflanzliche Mittel wie die Mariendistel wirken entgiftend und entlasten die Ausscheidungsorgane Leber, Niere und Darm.“

 

Bei Nesselsucht empfiehlt der Schulmediziner

Dr. Harald Bresser, Hautarzt, München
Dr. Harald Bresser, Hautarzt, München© privat

Nesselsucht kann durch vielfältige Auslöser hervorgerufen werden. Meist steckt eine Allergie gegen Nahrungsmittel, Medikamente oder auch Insektenstiche dahinter. Aber auch eine Virusinfektion, Darmerkrankungen, zu viel Sport oder starkes Schwitzen können Ursache für den Hautausschlag sein. Zunächst einmal sollte deshalb der Grund für die Erkrankung durch einen Allergietest oder eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Ist eine Allergie der Auslöser, können die Beschwerden mit Antihistaminika oder Kortisonpräparaten behandelt werden. Die Medikamente werden als Salbe auf die Haut aufgetragen oder als Tablette eingenommen.

Akute Beschwerden einer Nesselsucht werden am besten mit kühlenden Salben und Gels behandelt. Sie enthalten häufig Kortison – das lindert den Juckreiz und lässt die Quaddeln meist schon nach wenigen Minuten wieder deutlich zurückgehen.“

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