Was sind bei einem Bänderriss die Ursachen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Bei einem Bänderriss liegen die Ursachen in Bewegungen des Gelenks, die über das natürliche Maß hinausgehen oder das Gelenk gewaltsam in eine Position zwingen, für die es nicht vorgesehen ist. In der Folge können die Bänder reißen, die das Gelenk stützend und stabilisierend flankieren.

Solche Bewegungen sind beispielsweise ein plötzliches Umknicken des Fußes, das Verdrehen des Knies oder Schläge, die von außen auf das Gelenk treffen und dabei das Gelenk sowie Bänder in Mitleidenschaft ziehen. Meistens entstehen solche Verletzungssituationen beim Sport, weswegen Bänderrisse zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt zählen.

Für einen Außenbandriss im Sprunggelenk zählt ein Umknicken während des Sports zu den wesentlichen Bänderriss-Ursachen. Der Fußaußenrand neigt sich dabei so stark in Richtung Boden, dass die Außenbänder überdehnen und reißen. Bestimmte Sportarten wie beispielsweise Basketball, Fußball oder Volleyball bergen ein erhöhtes Risiko für das Umknicken beim Laufen und Springen. Die dabei notwendigen Start-, Stopp- und Drehbewegungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Fuß umknickt. Hinzu kommt die Beschaffenheit des Untergrunds: Rutschfester Hallenboden oder unebener Rasen steigern das Risiko zusätzlich. Darüber hinaus kann eine Gewalteinwirkung von außen die Bänder reißen lassen, wie sie beim Fußball spielen durch den Tritt eines Gegenspielers auf das Sprunggelenk entstehen kann.

Sportarten, wie z.B. Fußball, bergen ein erhöhtes Risiko für Bänderrisse
Sportarten, wie z.B. Fußball, bergen ein erhöhtes Risiko für Bänderrisse© iStock

Bei einem Kreuzbandriss im Knie zählt Fußball spielen ebenfalls oft zu den Bänderriss-Ursachen. Hierbei kommt es unter anderem zu Verdrehungen im Kniegelenk: Der Fuß bleibt über die Stollen der Fußballschuhe besonders stabil im Rasen verankert, während sich der Körper des Spielers bereits in eine andere Richtung dreht, ohne dass Fuß und Unterschenkel dieser Bewegung schnell genug folgen können. Ein Kreuzbandriss kann über Fußball hinaus auch bei vielen anderen Sportarten auftreten. Grundsätzlich erhöht sich immer dann das Risiko, wenn das Kniegelenk durch unnatürliche oder ungünstige Bewegungen gestaucht oder verdreht wird. Solche Bewegungen entstehen zum Beispiel auch beim Ski- oder Snowboardfahren, wenn die Bänder im Kniegelenk in Folge von Sprüngen oder Stürzen gedreht, überstreckt oder gespannt werden.

Auch für den sogenannten Skidaumen zählt Skifahren – wie der Name bereits andeutet – zu den wesentlichen Bänderriss-Ursachen im Daumengrundgelenk. Der Skidaumen ist eine Verletzung, die auftreten kann, sobald sich der Skifahrer in Folge eines Sturzes mit dem Daumen abfängt oder sich mit dem Daumen in der Schlaufe seines Skistocks verfängt. Bänderrisse im Daumengrundgelenk sowie in anderen Fingergelenken häufen sich darüber hinaus bei Ballsportarten wie Basketball, Handball oder Volleyball. Die Sportler versuchen diesen Verletzungen vorzubeugen, indem sie gefährdete Fingergelenke durch das Anbringen von speziellen Tape-Klebestreifen zusätzlich stabilisieren.

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