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Ostereier Was Sie zu Ostern über Eier wissen sollten

Redaktion PraxisVITA
Kinder lieben sie: Farbenfrohe Ostereier. Viele Pflanzen eignen sich gut, um die Eier natürlich zu färben
Kinder lieben sie: Farbenfrohe Ostereier. Viele Pflanzen eignen sich gut, um die Eier natürlich zu färben © iStock/GMVozd

Wie färbe ich Eier natürlich? Sind braune Eier besser als weiße? Und was bedeutet der Stempel auf dem Ei? Praxisvita beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen rund um Ostereier.

 

Worauf sollten Kunden beim Eierkauf achten?

Tierschützer empfehlen, Bio- oder Freilandeier zu kaufen. Diese Haltungsform ist artgerechter, da sie den Hühnern Auslauf bietet. Zudem raten Experten, auf den Kauf bunter Eier zu verzichten und lieber selbst zu färben. Grund: Da gekochte und gefärbte Eier keinen Stempel tragen müssen, verstecken sich dahinter oft Käfigeier.

 

Woher weiß ich, wie alt ein rohes Ei ist?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum roher Eier liegt bei 28 Tagen. Wer davon also 28 Tage abzieht, erhält das Legedatum und weiß, wie alt die Eier beim Kauf sind.

Sie sind dennoch unsicher oder haben den Karton schon entsorgt? Dann machen Sie den Schwimmtest und legen Sie das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Nur ein frisches Ei bleibt am Boden liegen, ältere richten sich auf oder schwimmen gar an der Oberfläche. Der Grund: Mit der Zeit verdunstet Wasser aus Eidotter und Eiklar durch die Schale. Die fehlende Masse wird durch Luft ersetzt – je mehr Luftkammern, desto besser schwimmt das Ei.

 

Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Hart gekochte Eier halten sich bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen, im Kühlschrank maximal vier Wochen. Voraussetzung: Die Eier haben eine intakte Schale. Ist dies nicht der Fall, können Keime eindringen und die Eier verderben schneller. Sie sollten sie dann in den Kühlschrank legen und innerhalb weniger Tage essen. Gleiches gilt für Eier, die nach dem Kochen abgeschreckt wurden: Durch kleine Risse oder die poröse Schale können Wasser und damit Keime in das Ei gelangen. Dadurch verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Bunt gefärbte Eier aus dem Handel lassen sich ungekühlt bis zu drei Monate aufbewahren, da sie mit einem speziellen Schutzlack behandelt sind.

Die meisten Menschen kaufen bevorzugt braune Eier – außer zu Ostern, da die weißen sich besser zum Färben eignen © iStock/PamWalker68
 

Sind braune Eier gesünder als weiße?

Zu Ostern sind vor allem weiße Eier gefragt. Das restliche Jahr über werden aber vermehrt braune Eier gekauft, weil viele Menschen glauben, sie seien gesünder. Tatsächlich sagt die Farbe der Schale aber nichts über die Qualität aus. Ob ein Huhn weiße oder braune Eier legt, liegt an seiner Rasse.

 

Was bedeutet der Stempel auf dem Ei?

Die erste Ziffer gibt die Haltungsform an (0 für Bio-, 1 für Freiland-, 2 für Boden-, 3 für Käfighaltung). Die folgenden Buchstaben stehen für das Erzeugerland (DE = Deutschland). Bei deutschen Eiern geben die zwei Ziffern hinter den Buchstaben das Bundesland an (Liste auf www.bmel.de).

 

Kann ich künstliche Farben bedenkenlos zum Eierfärben nutzen?

Manch ein Verbraucher befürchtet, dass Eierfarben allergische Reaktionen auslösen könnten. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest von 2009 erwiesen sich allerdings alle geprüften Eierfarben als gesundheitlich unbedenklich. Das gilt auch, wenn Farbe durch Risse in der Schale ins Ei dringt.

Gefärbte Ostereier liegen auf einem Tisch
Auch mit natürlichen Färebitteln lassen sich Ostereier verschönern © iStock/Catlane
 

Wie färbe ich Ostereier natürlich?

Statt mit künstlichen Farben können Sie Eier genauso gut mit Farben aus der Natur verschönern. Rote Bete und rote Zwiebelschalen ergeben schöne Rottöne, Grün werden Eier durch Spinat oder Petersilie, Gelb durch Kurkuma und blau-violett durch Rotkohlblätter, Holunder- oder Blaubeersaft. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 Gramm Pflanzenteilen sollte 30 bis 45 Minuten kochen, bevor Sie die Eier hineingeben.

 
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