Was Sie wissen müssen, damit Sie von der Hitzewelle nicht überrollt werden

Rekordhitze in Deutschland
Ärzte raten die Rekordhitze nicht zu unterschätzen und sich zu schonen © Fotolia

In den kommenden Tag wird es wieder richtig heiß! Neben der Freude über das hochsommerliche Wetter sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, wie gefährlich extreme Temperaturen für den menschlichen Organismus werden können – vor allem wenn man sie nicht ernst nimmt. Praxisvita hat für Sie wichtige Tipps, damit Sie die Hitzewelle nicht überrollt.

Mediziner warnen vor gesundheitlichen Belastungen durch die Rekordhitze. Besonders belastend sind Temperaturen jenseits der 30° Grad, wenn sie länger anhalten und auch nachts das Thermometer nicht unter 20° Grad sinkt. Risiko-Gruppen sind bei diesem Wetter vor allem ältere Menschen, Kinder und natürlich Personen mit relevanten Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislaufstörungen.

 

Viele unterschätzen die Hitze

Körperliche Arbeit und sportliche Betätigung bei extremer Hitze mindert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sie ist auch gefährlich. Die körperlichen Risiken, die selbst gesunde Menschen bei Temperaturen von 35° Grad und mehr treffen können, sollten nicht unterschätzt werden.

Studien zeigen, dass bei Mitteleuropäern bereits ab einer Temperatur von 26° Grad die körperliche Leistungsfähigkeit um bis zu 12 Prozent nachlässt. Das führt nicht nur zu einer erhöhten Unfallgefahr im Job oder beim Sport, sondern steigert auch deutlich das Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Sind die Temperaturen zu hoch, sinkt zudem das subjektive Wohlbefinden. Schweißattacken und mangelnde Konzentration sind dabei nur die kleinen Übel.

 

Achten Sie auf die Zeichen

Menschen, die sich bei hohen Temperaturen körperlich ertüchtigen, sind schnell an einem problematischen Grenzbereich angekommen. Gefährlich werden typische Hitzeerkrankungen – wie Hitzschlag, Sonnenstich, Kreislaufzusammenbruch oder Dehydration – wenn auf eindeutige Anzeichen nicht reagiert wird. Trinken Sie deshalb genug, ruhen Sie sich aus, wenn Sie sich abgeschlagen fühlen, meiden Sie die direkte Sonne und übertreiben Sie es nicht mit körperlichen Aktivitäten.

Beschäftigte, die bei hochsommerlichen Temperaturen zwangsläufig in der Sonne arbeiten müssen, empfiehlt sich sogar eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung. Damit soll festgestellt werden, ob Erkrankungen– beispielsweise Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der Nieren oder des Stoffwechsels – vorliegen, die Sie die Hitze schlecht vertragen lassen.

Rekordhitze in Deutschland
Wer bei hohen Außentemperaturen körperlichen Tätigkeiten – im Job oder beim Sport ¬ nachgehen möchte, sollte sich vorher ärztlich untersuchen lassen© Fotolia

Eine solche Vorsorgeuntersuchung ist nicht nur kostenlos, sondern in vielen Fällen auch während der Arbeitszeit bei einem Betriebsarzt durchführbar. Geregelt wird diese sogenannte Wunschuntersuchung im Arbeitssicherheitsgesetz und Vorgesetzte sollen nach Willen des Gesetzgebers ihre Angestellten sogar ausdrücklich darauf hinweisen. Nur so kommen Arbeitgeber ihrer gesetzlich auferlegten Fürsorgepflicht nach, da Mitarbeiter für ihre Tätigkeiten gesundheitlich geeignet sein müssen.

 

Hitze verändert unseren Blutkreislauf

Wenn es draußen besonders warm ist, müssen Sie mehr trinken, damit der Körper – trotz heißer Umgebungs- und Atemluft – seine Körpertemperatur halten kann. Außerdem ist ein belastbares Herz-Kreislaufsystem Voraussetzung für ein konstantes Wärmemanagement unseres Körpers. Dafür benötigt er mehr Blut als sonst, was an anderer Stelle – vor allem in den Organen – fehlt und den Körper somit zusätzlich schwächt. Bei normaler Außentemperatur beträgt das in unserem Herz pro Minute gepumpte Volumen im Durchschnitt sechs Liter. Von dieser Menge werden bei dieser Witterung nur 10 Prozent für die Durchblutung der Haut verwendet. Bei Temperaturen über 26° Grad wird jedoch vom Herz doppelt so viel Blut im Körper pro Minute gepumpt und fast 70 Prozent zur Kühlung für die Hautdurchblutung verwendet.

 

Jeder reagiert anders auf Hitze – immer

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Reaktionen auf Hitze von Mensch zu Mensch individuell sehr verschieden sind. Jeder reagiert anders und niemand reagiert immer gleich auf Hitze. Bei Menschen ist die körperliche Verträglichkeit von hohen Temperaturen abhängig von der Tagesform.

Eine ganze Reihe von Faktoren verstärken zudem die gesundheitlichen Auswirkungen einer Klimabelastung. Häufig auftretende Faktoren sind mangelnde Fitness, Übergewicht, Schlafmangel, falsche Ernährung, Durchfall, Alkoholmissbrauch, Bluthochdruck, Nierenprobleme, Herzprobleme und bestimmte Medikamente, wie z. B. Wassertabletten, Rheumatabletten, Neuroleptika, gefäßverengende Mittel.

 

10 Tipps gegen die Hitze

Damit Sie immer wissen, wie Sie in den kommenden Tagen auf die Rekordtemperaturen reagieren, haben wir für Sie in einer Bildergalerie 10 hilfreiche Tipps zusammengestellt.

 

Die besten Tipps für ein gesundes Sonnenbad

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